Henkel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Henkels · Nominativ Plural: Henkel
Aussprache
WorttrennungHen-kel
Wortbildung mit ›Henkel‹ als Erstglied: ↗Henkelbecher · ↗Henkelglas · ↗Henkelkorb · ↗Henkelkreuz · ↗Henkelkrug · ↗Henkelmann · ↗Henkeltopf · ↗henkellos
 ·  mit ›Henkel‹ als Grundform: ↗henkeln  ·  formal verwandt mit: ↗einhenkelig · ↗einhenklig · ↗zweihenkelig · ↗zweihenklig
eWDG, 1969

Bedeutung

bogenförmiges Teil aus Holz, Metall oder einem anderen festen Material mit mehrfacher Verwendungsmöglichkeit
a)
an manchen Behältnissen seitlich oder über der Öffnung angebrachter, gebogener Griff, der es ermöglicht, sie bequem anzufassen oder zu tragen
Beispiele:
ein Korb mit einem Henkel, mit zwei Henkeln
du musst den Topf an beiden Henkeln anfassen
der Henkel der Tasse, Kaffeekanne, des Kruges ist abgebrochen
der Henkel der Handtasche ist gerissen
b)
ostmitteldeutsch Aufhänger
Beispiele:
an meinem Mantel ist der Henkel abgerissen
einen neuen Henkel annähen
den Topflappen am Henkel (= an einer Schlaufe) aufhängen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Henkel m. ‘gebogener Griff, Handhabe’, Aufhängevorrichtung bei Körben und Taschen, in der Regel aber Griff zum Anfassen und Festhalten (vgl. Henkeltopf, Henkelkorb), Ableitung (15. Jh.) mit el-Suffix (aus germ. -ila- für Gerätebezeichnungen, vgl. Griffel, Löffel, Schlüssel) von ↗henken ‘hängen machen, aufhängen’ (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Anfasser · ↗Griff · ↗Halt · ↗Haltegriff · ↗Handgriff · ↗Heft (Messer) · Henkel · ↗Knauf
Synonymgruppe
Bierbembel · ↗Bierkrug · ↗Bierseidel · ↗Humpen · ↗Maß · ↗Maßkrug · ↗Schnelle · ↗Seidel · ↗Steinkrug  ●  Henkel  berlinerisch · Augenkanne  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein Henkel riss, doch die alte Dame hielt tapfer fest.
Bild, 13.03.2004
Ich bin natürlich sehr begierig, einen Hund mit einem Henkel zu sehen.
Ernst, Otto: Appelschnut, Rostock: Hirnstoff 1989 [1907], S. 143
Wird nicht im großen Leben so viel Geschirr zerbrochen und nicht nur der Henkel abgeschlagen?
Rösler, Jo Hanns: Wohin sind all die Jahre..., München: Goldmann 1984 [1964], S. 101
Die Tassen sind heiß, aber uns gelingt es, sie ohne sichtliches Zittern an den Henkeln zu halten.
Braun, Marcus: Hochzeitsvorbereitungen, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 200
Michaela saß neben mir im Auto und spielte mit dem Henkel ihrer Handtasche.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 907
Zitationshilfe
„Henkel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Henkel>, abgerufen am 12.12.2019.

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