Hering, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Herings · Nominativ Plural: Heringe
Aussprache
WorttrennungHe-ring
Wortbildung mit ›Hering‹ als Erstglied: ↗Heringsbändiger · ↗Heringsfang · ↗Heringsfass · ↗Heringsfilet · ↗Heringsfischer · ↗Heringsfänger · ↗Heringshai · ↗Heringskönig · ↗Heringslake · ↗Heringslogger · ↗Heringsmilch · ↗Heringsmöwe · ↗Heringsnetz · ↗Heringssalat · ↗Heringsschwanz · ↗Heringsschwarm · ↗Heringsstipp · ↗Heringstonne
 ·  mit ›Hering‹ als Letztglied: ↗Bismarckhering · ↗Brathering · ↗Delikatesshering · ↗Fetthering · ↗Jungfernhering · ↗Lachshering · ↗Magerhering · ↗Matjeshering · ↗Pickelhering · ↗Räucherhering · ↗Sahnehering · ↗Salzhering · ↗Vollhering
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
in weiten Teilen des Nordatlantiks vorkommender wichtigster Speisefisch von einer Länge bis zu 40 Zentimetern, der einen grünlich-blauen Rücken und silberglänzende Seiten hat und in Schwärmen auftritt
Beispiele:
Heringe fangen, ausnehmen, entgräten, räuchern, einsalzen, wässern, pökeln, marinieren, zu Konserven, zu Marinaden verarbeiten
grüne, frische, gesalzene Heringe
geräucherter, gepökelter, saurer, marinierter Hering
umgangssprachlich, scherzhaft
Beispiele:
sie saßen, standen (gedrängt), waren geschichtet wie die Heringe (= dicht gedrängt)
seit drei Jahren sitzen wir in dieser Bude wie die Heringe zusammengepfercht [Tageszeitung1957]
2.
umgangssprachlich, spöttisch, übertragen schmächtiger Mann, Bursche
Beispiele:
so ein Hering!
er ist ein langweiliger Hering
Er ist und bleibt ein magerer Hering [RemarqueIm Westen7]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hering m. Der sonst nur westgerm. belegte Name für den artenreichen, im Meer lebenden und in Schwärmen auftretenden Speisefisch ist am frühesten in dem Lehnwort spätlat. aringus bezeugt. Im Westgerm. findet er sich in den zwei ablautenden Formen ahd. hāring (9. Jh.), mhd. hærinc, mnd. mnl. hārinc, nl. haring, aengl. hǣring, hēring, engl. herring (germ. *hēringa-) und ahd. (10. Jh.), asächs. hering, mhd. herinc, mnd. mnl. hērinc (germ. *haringa-). Im Nordgerm. heißt der Fisch anord. sīld, norw. dän. sild (woraus nhd. Sild ‘in Tunke eingelegter Hering’), schwed. sill. Die Herkunft des westgerm. Namens ist nicht geklärt. Deutungsversuche, die Hering mit nl. haar in einer Bedeutung ‘Gräte’ oder mit aengl. hār ‘grau’ (s. ↗hehr), schließlich auch mit lat. procērus ‘schlank’ in Verbindung bringen, sind nicht überzeugend. In spöttischem Sinne bezeichnet Hering einen ‘schmächtigen Menschen’ (19. Jh.); nach der Ähnlichkeit mit der Gestalt des Fisches steht Hering auch für ‘Zeltpflock’ (Ende 19. Jh.); scherzhaft wie die Heringe (‘dichtgedrängt’) stehen, sitzen (18. Jh.), nach der dichten Lagerung der Heringe im Faß.

Thesaurus

Synonymgruppe
Hering · ↗Zeltpflock
Synonymgruppe
Hering [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Hänfling · Schmächtling  ●  Hering  ugs. · ↗Kümmerling  ugs. · Mickerling  ugs. · ↗Schmachtlappen  ugs., rheinisch · ↗Spargeltarzan  ugs. · Spinnewipp  ugs., ruhrdt., veraltet · ↗Spucht  ugs., norddeutsch · Strich in der Landschaft  ugs. · halbe Portion  ugs. · schmales Handtuch  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aal Dorsch Fangquote Flunder Gelee Gurke Heilbutt Hering Kabeljau Krabbe Lachs Makrele Pellkartoffel Rollmops Rotbarsch Sardine Schellfisch Scholle Seelachs Seezunge Sprotte Thunfisch Tomatensoße eingelegt gebraten geräuchert gesalzen jungfräulich mariniert sauer

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hering‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Statt zappelnder Heringe hatte er einen ausgeschlachteten Wagen an Deck.
Bild, 16.11.2000
Und wie schaffen es Heringe, gleichzeitig die Richtung zu wechseln?
Die Welt, 30.09.1999
Nun machen die Heringe die Wendung in die ursprüngliche Richtung ihres Zuges.
Kisch, Egon Erwin: Der rasende Reporter, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1925], S. 204
Eine besondere Art der Spinnangelei ist der Fang des Herings.
Zeiske, Wolfgang: Angle richtig!, Berlin: Sportverl. 1974 [1959], S. 163
Der Fernsprecher ist Ihnen heute so unentbehrlich wie dem Hering das Meer.
Rhein, Eduard: Du und die Elektrizität, Berlin: Ullstein 1956 [1940], S. 428
Zitationshilfe
„Hering“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hering#1>, abgerufen am 24.05.2019.

Weitere Informationen …

Hering, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Herings · Nominativ Plural: Heringe
Aussprache
WorttrennungHe-ring
eWDG, 1969

Bedeutung

Metallpflock oder Holzpflock, der in die Erde geschlagen wird und zur Befestigung der Zeltschnüre dient, Zeltpflock
Beispiele:
die Zeltbahn an den Heringen festschnüren
sie schlugen die Heringe ihrer luftigen Leinwandhäuser in den Boden [Tageszeitung1965]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hering m. Der sonst nur westgerm. belegte Name für den artenreichen, im Meer lebenden und in Schwärmen auftretenden Speisefisch ist am frühesten in dem Lehnwort spätlat. aringus bezeugt. Im Westgerm. findet er sich in den zwei ablautenden Formen ahd. hāring (9. Jh.), mhd. hærinc, mnd. mnl. hārinc, nl. haring, aengl. hǣring, hēring, engl. herring (germ. *hēringa-) und ahd. (10. Jh.), asächs. hering, mhd. herinc, mnd. mnl. hērinc (germ. *haringa-). Im Nordgerm. heißt der Fisch anord. sīld, norw. dän. sild (woraus nhd. Sild ‘in Tunke eingelegter Hering’), schwed. sill. Die Herkunft des westgerm. Namens ist nicht geklärt. Deutungsversuche, die Hering mit nl. haar in einer Bedeutung ‘Gräte’ oder mit aengl. hār ‘grau’ (s. ↗hehr), schließlich auch mit lat. procērus ‘schlank’ in Verbindung bringen, sind nicht überzeugend. In spöttischem Sinne bezeichnet Hering einen ‘schmächtigen Menschen’ (19. Jh.); nach der Ähnlichkeit mit der Gestalt des Fisches steht Hering auch für ‘Zeltpflock’ (Ende 19. Jh.); scherzhaft wie die Heringe (‘dichtgedrängt’) stehen, sitzen (18. Jh.), nach der dichten Lagerung der Heringe im Faß.

Thesaurus

Synonymgruppe
Hering · ↗Zeltpflock
Synonymgruppe
Hering [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Hänfling · Schmächtling  ●  Hering  ugs. · ↗Kümmerling  ugs. · Mickerling  ugs. · ↗Schmachtlappen  ugs., rheinisch · ↗Spargeltarzan  ugs. · Spinnewipp  ugs., ruhrdt., veraltet · ↗Spucht  ugs., norddeutsch · Strich in der Landschaft  ugs. · halbe Portion  ugs. · schmales Handtuch  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aal Dorsch Fangquote Flunder Gelee Gurke Heilbutt Hering Kabeljau Krabbe Lachs Makrele Pellkartoffel Rollmops Rotbarsch Sardine Schellfisch Scholle Seelachs Seezunge Sprotte Thunfisch Tomatensoße eingelegt gebraten geräuchert gesalzen jungfräulich mariniert sauer

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hering‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Statt zappelnder Heringe hatte er einen ausgeschlachteten Wagen an Deck.
Bild, 16.11.2000
Und wie schaffen es Heringe, gleichzeitig die Richtung zu wechseln?
Die Welt, 30.09.1999
Nun machen die Heringe die Wendung in die ursprüngliche Richtung ihres Zuges.
Kisch, Egon Erwin: Der rasende Reporter, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1925], S. 204
Eine besondere Art der Spinnangelei ist der Fang des Herings.
Zeiske, Wolfgang: Angle richtig!, Berlin: Sportverl. 1974 [1959], S. 163
Der Fernsprecher ist Ihnen heute so unentbehrlich wie dem Hering das Meer.
Rhein, Eduard: Du und die Elektrizität, Berlin: Ullstein 1956 [1940], S. 428
Zitationshilfe
„Hering“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hering#2>, abgerufen am 24.05.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
herhüpfen
herhören
herholen
herhexen
herhalten
Heringsbändiger
Heringsfang
Heringsfänger
Heringsfass
Heringsfilet