Heu, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Heus · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Heu‹ als Erstglied: Heuballen · Heubarren · Heubaum · Heublume · Heuboden · Heubund · Heuernte · Heufieber · Heufuder · Heufuhre · Heugabel · Heuhaufen · Heuholer · Heuhüpfer · Heuhütte · Heulademaschine · Heulader · Heumacher · Heumahd · Heumonat · Heumond · Heuochse · Heupferd · Heureiter · Heuschnupfen · Heuschober · Heuschrecke · Heuschwad · Heuschwaden · Heustadel · Heuwender · Heuwiese · Heuwurm
 ·  mit ›Heu‹ als Letztglied: Kleeheu · Pressheu · Schilfheu · Wildheu
Mehrwortausdrücke  Geld wie Heu
eWDG

Bedeutung

getrocknetes Grünfutter, das hauptsächlich aus Wiesengras besteht
Beispiele:
Heu wenden, trocknen lassen, von den Wiesen ernten, einfahren
umgangssprachlich Heu machen
eine Fuhre Heu laden
dem Pferd Heu vorlegen
landschaftlichdem Pferd Heu aufstecken
den Kühen Heu geben
im Heu schlafen, übernachten
umgangssprachlich, übertragen
Beispiele:
umgangssprachlich, verstärkender hat Geld wie Heu (= sehr viel Geld)
salopper hat sein Heu rein, im Trocknen (= ist wirtschaftlich gesichert)
Ich verdiene Geld wie Heu, doch ich schufte auch wie 10 Elefanten [ DürrenmattPanne182]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Heu · Heumonat · Heuschrecke · Heuschreck
Heu n. ‘abgemähtes, getrocknetes Gras’, ahd. houwi (9. Jh.), hewi (10. Jh.), mhd. höuwe, houwe, höu, hou, asächs. hōi, mnd. höü, mnl. ho(o)y, nl. hooi, aengl. hēg, hīeg, engl. hay, anord. hey, got. hawi (germ. *hawja-), Substantivbildungen zu dem unter hauen (s. d.) behandelten Verb, eigentlich ‘das Gehauene’ bzw. ‘das zu Hauende’. Heumonat m. ‘Monat der Heuernte, Juli’, ahd. hewi- (11. Jh.), houwimānōd (Hs. 12. Jh.), mhd. höumānōt, -mānet. Heuschrecke f. auch Heuschreck m. ‘Gras-, Heuhüpfer’, ahd. hewiscrecko (9. Jh.), houwiscrecko (Hs. 12. Jh.), mhd. höuschrecke, höuschricke, zu schrecken1 (s. d.) in seiner alten Bedeutung ‘(auf)springen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Geld  ●  klingende Münze  fig. · Asche  ugs. · Bimbes  ugs. · Chlübis  ugs., schweiz. · Devisen  ugs. · Diridari  ugs., bairisch · Eier  ugs. · Euronen  ugs. · Flöhe  ugs. · Forinthen  ugs. · Heu  ugs. · Kies  ugs. · Klicker  ugs. · Klöpse  ugs. · Knack  ugs. · Knete  ugs. · Kohle  ugs. · Koks  ugs. · Krönchen  ugs. · Kröten  ugs. · Lehm  ugs. · Mammon  geh., abwertend, biblisch · Marie  ugs. · Moneten  ugs. · Moos  ugs. · Murmeln  ugs. · Mäuse  ugs. · Möpse  ugs. · Ocken  ugs. · Patte  ugs. · Penunse  ugs. · Penunze  ugs. · Piepen  ugs. · Pinke  ugs. · Pulver  ugs. · Radatten  ugs. · Rubel  ugs. · Rubelchen  ugs. · Räppli  ugs., schweiz. · Scheinchen  ugs. · Scheine  ugs. · Schlotten  ugs. · Schotter  ugs. · Steine  ugs. · Zaster  ugs. · Öcken  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Heu‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Heu‹.

Verwendungsbeispiele für ›Heu‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im Heu saß wie in einem Nest ein alter Mann. [Strittmatter, Erwin: Pony Pedro, Berlin: Kinderbuchverl. 1959, S. 1]
Und schließlich genügte es nicht, den Tieren das Heu hinzuwerfen, sondern sie mußten auch ausgiebig getränkt werden. [Dominik, Hans: John Workmann der Zeitungsboy, Biberach an d. Riss: Koehler 1954 [1925], S. 182]
Er hat Heu an den Hörnern: nimm dich vor ihm in acht! [Röhrich, Lutz: Heu. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 28870]
Er bot ihm all sein Heu zu günstigem Preis an. [o. A.: Das Preisrätsel für Denker. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1997 [1996]]
Umgerechnet auf Heu, beläuft sich auf 25 700 000 t. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1955]]
Zitationshilfe
„Heu“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Heu>.

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