Heu, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Heus · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Heu‹ als Erstglied: ↗Heubaum · ↗Heuboden · ↗Heuernte · ↗Heufieber · ↗Heufuder · ↗Heufuhre · ↗Heugabel · ↗Heuhaufen · ↗Heuholer · ↗Heuhüpfer · ↗Heuhütte · ↗Heumacher · ↗Heumahd · ↗Heumonat · ↗Heumond · ↗Heuochse · ↗Heupferd · ↗Heureiter · ↗Heuschnupfen · ↗Heuschober · ↗Heuschrecke · ↗Heuschwad · ↗Heustadel · ↗Heuwender · ↗Heuwurm
 ·  mit ›Heu‹ als Letztglied: ↗Kleeheu · ↗Pressheu · ↗Schilfheu · ↗Wildheu
eWDG, 1969

Bedeutung

getrocknetes Grünfutter, das hauptsächlich aus Wiesengras besteht
Beispiele:
Heu wenden, trocknen lassen, von den Wiesen ernten, einfahren
umgangssprachlich Heu machen
eine Fuhre Heu laden
dem Pferd Heu vorlegen
landschaftlich dem Pferd Heu aufstecken
den Kühen Heu geben
im Heu schlafen, übernachten
umgangssprachlich, übertragen
Beispiele:
er hat Geld wie Heu (= sehr viel Geld)
salopp er hat sein Heu rein, im Trocknen (= ist wirtschaftlich gesichert)
Ich verdiene Geld wie Heu, doch ich schufte auch wie 10 Elefanten [DürrenmattPanne182]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Heu · Heumonat · Heuschrecke · Heuschreck
Heu n. ‘abgemähtes, getrocknetes Gras’, ahd. houwi (9. Jh.), hewi (10. Jh.), mhd. höuwe, houwe, höu, hou, asächs. hōi, mnd. höü, mnl. ho(o)y, nl. hooi, aengl. hēg, hīeg, engl. hay, anord. hey, got. hawi (germ. *hawja-), Substantivbildungen zu dem unter ↗hauen (s. d.) behandelten Verb, eigentlich ‘das Gehauene’ bzw. ‘das zu Hauende’. Heumonat m. ‘Monat der Heuernte, Juli’, ahd. hewi- (11. Jh.), houwimānōd (Hs. 12. Jh.), mhd. höumānōt, -mānet. Heuschrecke f. auch Heuschreck m. ‘Gras-, Heuhüpfer’, ahd. hewiscrecko (9. Jh.), houwiscrecko (Hs. 12. Jh.), mhd. höuschrecke, höuschricke, zu ↗schrecken (s. d.) in seiner alten Bedeutung ‘(auf)springen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Geld  ●  klingende Münze  fig. · ↗Asche  ugs. · Bares  ugs. · Bimbes  ugs. · Chlübis  ugs., schweiz. · Flöhe  ugs. · Heu  ugs. · ↗Kies  ugs. · ↗Knete  ugs. · ↗Kohle  ugs. · Kröten  ugs. · ↗Mammon  geh., abwertend, biblisch · ↗Moneten  ugs. · ↗Moos  ugs. · Mäuse  ugs. · Ocken  ugs. · ↗Patte  ugs. · ↗Penunze  ugs. · ↗Piepen  ugs. · ↗Pulver  ugs. · ↗Rubel  ugs. · ↗Schotter  ugs. · Steine  ugs. · ↗Taler  ugs. · ↗Zaster  ugs. · Öcken  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Duft Futterrübe Gabel Getreide Gras Grassilage Grünfutter Hafer Karotte Klee Kraftfutter Möhre Rübe Scheune Schlafen Silage Silofutter Stecknadel Streu Stroh Sägespan betten duften duftend fressen füttern gemäht kuscheln verstrahlt zufüttern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Heu‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann frißt Prima genüßlich das duftende Heu und trinkt mit langen durstigen Zügen.
Die Welt, 18.08.2005
Dort kommt das Heu hinein, welches die Kuh ausdauernd wiedergekäut hat.
Süddeutsche Zeitung, 18.10.2004
Sonst reicht das Heu nicht für den Winter, das zum großen Teil noch mit der Sense gemäht werden muss.
Der Tagesspiegel, 15.09.2002
Er bot ihm all sein Heu zu günstigem Preis an.
o. A.: Das Preisrätsel für Denker. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1997 [1996]
Achttausend Ballen Heu, so erzählte er, habe er gerade in seine Scheuern gefahren.
Die Zeit, 21.07.1967, Nr. 29
Zitationshilfe
„Heu“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Heu>, abgerufen am 23.03.2019.

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