Heuschrecke, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungHeu-schre-cke
WortzerlegungHeu-schrecke
Wortbildung mit ›Heuschrecke‹ als Erstglied: ↗Heuschreckenplage · ↗Heuschreckenschwarm  ·  mit ›Heuschrecke‹ als Letztglied: ↗Laubheuschrecke · ↗Stabheuschrecke · ↗Wanderheuschrecke
eWDG, 1969

Bedeutung

in zahlreichen Arten vorkommendes, Wiesen und Laubbäume bewohnendes Insekt, dessen Hinterbeine verdickt und dadurch sehr sprungkräftig sind
Beispiel:
Sollen sie kommen mit ihren Fallschirmen wie die Heuschrecken vom Himmel herab [FrischAndorra1]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Heu · Heumonat · Heuschrecke · Heuschreck
Heu n. ‘abgemähtes, getrocknetes Gras’, ahd. houwi (9. Jh.), hewi (10. Jh.), mhd. höuwe, houwe, höu, hou, asächs. hōi, mnd. höü, mnl. ho(o)y, nl. hooi, aengl. hēg, hīeg, engl. hay, anord. hey, got. hawi (germ. *hawja-), Substantivbildungen zu dem unter ↗hauen (s. d.) behandelten Verb, eigentlich ‘das Gehauene’ bzw. ‘das zu Hauende’. Heumonat m. ‘Monat der Heuernte, Juli’, ahd. hewi- (11. Jh.), houwimānōd (Hs. 12. Jh.), mhd. höumānōt, -mānet. Heuschrecke f. auch Heuschreck m. ‘Gras-, Heuhüpfer’, ahd. hewiscrecko (9. Jh.), houwiscrecko (Hs. 12. Jh.), mhd. höuschrecke, höuschricke, zu ↗schrecken (s. d.) in seiner alten Bedeutung ‘(auf)springen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Grashüpfer · Heuschrecke  ●  Heuschreck  österr. · ↗Heupferd  ugs.
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Spekulant  ●  ↗Finanzhai  ugs. · ↗Finanzjongleur  ugs. · Heuschrecke  ugs., fig. · ↗Zocker  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ameise Eidechse Finanzinvestor Frosch Grashüpfer Grille Käfer Libell Libelle Maikäfer Mehlwurm Plage Raupe Schmetterling Schneck Schwarm Skorpion Spinne Termite Wurm Zirpen abgrasen frittiert gebraten gefräßig gegrillt geröstet getrocknet herfallen zirpen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Heuschrecke‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er sprüht, so viel er kann in dieser Welt aus Heuschrecken.
Süddeutsche Zeitung, 17.09.2004
Ich blieb kurz stehen, um etwas Abstand zu kriegen, dann gingen wir weiter durch das Tal der Heuschrecken.
Die Zeit, 18.03.1994, Nr. 12
Selbst über das offene Meer nehmen die Heuschrecken ihren Weg.
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 161
Ein Zoologe versetzt sich nicht in eine Heuschrecke, er stellt sie höchstens dar.
Schumacher, Ernst: Bertolt Brecht. In: Kaiser, Helmut (Hg.) Die Dichter des sozialistischen Humanismus, München: Dobbeck 1960, S. 40
Je nach diesen verschiedenen Zuständen der inneren Organe ändert sich nun das Verhalten der weiblichen Heuschrecke den paarungslustigen Männchen gegenüber.
Buddenbrock, Wolfgang von: Das Liebesleben der Tiere, Bonn: Athenäum 1953, S. 113
Zitationshilfe
„Heuschrecke“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Heuschrecke>, abgerufen am 13.12.2019.

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