Hifthorn, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Hifthorn(e)s · Nominativ Plural: Hifthörner
Aussprache
WorttrennungHift-horn (computergeneriert)
eWDG, 1969

Bedeutung

Jägersprache altes Jagdhorn
Beispiele:
Viele Jäger folgten ihm mit grünen Zweigen auf Hüten und Kappen, die großen Hifthörner mit Laubwerk umwunden [G. KellerGr. Heinrich4,529]
die Halle mit den Hirschgeweihen ... erinnerte sie an Hifthorn, Meute und Kavaliere [MusilMann1584]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hifthorn n. ‘Signal-, Jagd-, Posthorn’, älter auch Hiefhorn (18. Jh.), eine Zusammensetzung von ↗Horn (s. d.) mit heute unüblichem Hift m. (auch f.) ‘Stoß ins Horn’ (16. Jh.), einem Verbalabstraktum zu ahd. hiofan, hioban (8. Jh.), got. hiufan, asächs. hioban, aengl. hēofan, anord. hjūfa ‘wehklagen, heulen’ (vgl. ahd. hiufida f. ‘Wehklage’). In volksetymologischer Umdeutung Hüfthorn, vorgestellt als ‘an der Hüfte getragenes Horn’ (18. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gelegentlich erscheint er auch im Rahmen der Jagd des Einhorns als Jäger mit Hifthorn und Lanze.
o. A.: Lexikon der Kunst - E. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 3075
Einbayerischer Jodler, der „eigentlich aus Münster in Westfalen stammt“, zauberte eine Vision von Almen, Hifthörnern und Bergen.
Die Zeit, 10.06.1960, Nr. 24
Und Leybold schwenkte auch die Fahne und blies auch ins Hifthorn und machte auch den Krieg mit Frankreich.
Ball, Hugo: Totenrede. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1915], S. 1111
Zitationshilfe
„Hifthorn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hifthorn>, abgerufen am 23.02.2019.

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