Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Hinterperron, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Hinterperrons · Nominativ Plural: Hinterperrons · Verwendung im Plural ungebräuchlich
Aussprache [ˈhɪntɐpɛˌʀo​ːn]
Worttrennung Hin-ter-per-ron
Wortzerlegung hinter3 Perron
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

historisch (meist offene) Plattform (1 b) am hinteren Ende eines Straßenbahnwagens, Eisenbahnwaggons o. Ä.
in gegensätzlicher Bedeutung zu Vorderperron
Beispiele:
Der auf einem alten Foto erkennbare Straßenbahnwagen dürfte von seinem Vorder‑ und Hinterperron aus in beiden Fahrtrichtungen steuerbar gewesen sein. [Leipziger Volkszeitung, 15.03.2004]
Die Straßenbahngesellschaft hatte 62 Motor‑ und Anhängerwagen angeschafft und 28 Fahrer eingestellt. […] Gelobt wurde auch die »hochelegante Ausstattung der geräumigen, luftigen Motorwagen« mit ihren 16 Sitzplätzen. Auf dem »Vorderperron« befanden sich zusätzlich noch sechs und auf dem »Hinterperron« sieben Stehplätze. [Schweriner Volkszeitung, 26.03.2010]
Damit die Schaffnerin der Straßenbahn […] von jeder Stelle des Wagens das Abfahrts‑ oder Haltezeichen geben kann, läuft eine Signalleine vom Hinterperron bis zum Fahrerstand. [Berliner Zeitung, 25.01.1947]
Jeder Straßenbahnwagen hat einen Vorder‑ und Hinterperron. [Zimmermann, Heinrich: Handbuch für den Anschauungsunterricht und die Heimatskunde. Bd. 2. 8. Aufl. Braunschweig 1912]
Die kleinen Wagen haben feste Bänke an den Längsseiten, Gepäcknetze fehlen, doch ist ein erhebliches Freigepäck zugelassen und der offene Hinterperron des Wagens ist mit Sitzbänken versehen. [Thomsen, Hermann: Deutsches Land in Afrika. München 1911]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Hinterperron“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hinterperron>.

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