Hirt, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Hirten · Nominativ Plural: Hirten
Aussprache
Wortbildung mit ›Hirt‹ als Erstglied: ↗Hirtenhund · ↗Hirtin
 ·  mit ›Hirt‹ als Letztglied: ↗Alpenhirt · ↗Dorfhirt · ↗Geißhirt · ↗Gänsehirt · ↗Kuhhirt · ↗Oberhirt · ↗Sauhirt · ↗Schafhirt · ↗Schafshirt · ↗Schweinehirt · ↗Seelenhirt · ↗Viehhirt · ↗Ziegenhirt
eWDG, 1969

Bedeutung

Hüter der Herde
Beispiele:
der Hirt weidet seine Schafe
der Hund des Hirten bewacht die Herde
Vor der Schafherde steht immer noch der Hirt, beide Hände und das Kinn auf den hohen Wanderstab gestützt [ZuchardtStunde77]
bildlich
Beispiel:
Religion Uns ist soeben unser geistlicher Hirt (= unser Pfarrer) verschieden [KlabundBracke60]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hirte · Hirt
Hirte Hirt m. ‘Hüter einer Herde’, ahd. hirti (8. Jh.), mhd. hirt(e), herte, asächs. hirdi, mnd. hērde, hirde, mnl. herde, harde, heerde, hirde, aengl. hirde, (westsächs.) hierde, engl. herd, anord. hirðir, schwed. herde, got. haírdeis (germ. *herdija-), eine ja-Ableitung zu dem unter ↗Herde (s. d.) dargestellten Substantiv. Daneben die Weiterbildung spätmhd. hertære, herter, mnd. hērder, mnl. herder, harder, heerder, nl. herder.
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ackerbauern Anbetung Bauern Bergbauern Engel Esel Felsen Gleichnis Herde Herden Jäger Krippe Nomaden Nymphen Pfarrei Pfarrgemeinde Schafe Schafherde Schmuggler Schäfchen Sennen Verkündigung Ziegen anbetenden arkadischen berittenen flötenden nomadischen nomadisierende sardischen

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Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hirt ist davon überzeugt, daß das Haus wirtschaftlich betrieben werden kann.
Die Welt, 08.04.2005
Hirt erscheint als ein Mann, der es anfangs nicht leicht hatte, dabei aber lernte, alles sehr genau zu nehmen.
Die Zeit, 06.01.1986, Nr. 01
Der Hirt lädt den König ein, ihm ebenfalls zu folgen.
Fath, Rolf: Werke - K. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 9283
Zunächst Hirt, dann Bäckerlehrling, mußte er 1701 um seines Glaubens willen nach Genf fliehen, kehrte aber bald zurück.
Voeltzel, R.: Cavalier. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 20515
Der Hirt schüttelte den Kopf und sagte, solche Zeichen pflegten große Herren anzugehen, nicht arme, namenlose Leute.
Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 614
Zitationshilfe
„Hirt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hirt>, abgerufen am 23.01.2018.

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