Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Hirt, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Hirten · Nominativ Plural: Hirten
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Hirt‹ als Erstglied: Hirtenhund · Hirtenlied · Hirtenschalmei · Hirtin
 ·  mit ›Hirt‹ als Letztglied: Alpenhirt · Dorfhirt · Geißhirt · Gänsehirt · Kuhhirt · Oberhirt · Sauhirt · Schafhirt · Schafshirt · Schweinehirt · Seelenhirt · Viehhirt · Ziegenhirt
eWDG

Bedeutung

Hüter der Herde
Beispiele:
der Hirt weidet seine Schafe
der Hund des Hirten bewacht die Herde
Vor der Schafherde steht immer noch der Hirt, beide Hände und das Kinn auf den hohen Wanderstab gestützt [ ZuchardtStunde77]
bildlich
Beispiel:
ReligionUns ist soeben unser geistlicher Hirt (= unser Pfarrer) verschieden [ KlabundBracke60]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hirte · Hirt
Hirte Hirt m. ‘Hüter einer Herde’, ahd. hirti (8. Jh.), mhd. hirt(e), herte, asächs. hirdi, mnd. hērde, hirde, mnl. herde, harde, heerde, hirde, aengl. hirde, (westsächs.) hierde, engl. herd, anord. hirðir, schwed. herde, got. haírdeis (germ. *herdija-), eine ja-Ableitung zu dem unter Herde (s. d.) dargestellten Substantiv. Daneben die Weiterbildung spätmhd. hertære, herter, mnd. hērder, mnl. herder, harder, heerder, nl. herder.

Typische Verbindungen zu ›Hirt‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hirt‹.

Hermas Herr getreu

Verwendungsbeispiele für ›Hirt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Hirt lädt den König ein, ihm ebenfalls zu folgen. [Fath, Rolf: Werke – K. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 9283]
Zunächst Hirt, dann Bäckerlehrling, mußte er 1701 um seines Glaubens willen nach Genf fliehen, kehrte aber bald zurück. [Voeltzel, R.: Cavalier. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 20515]
Der gute Hirt kennt seine Schafe und die Schafe kennen ihn. [Bild, 19.05.2004]
Dieser alte Mann zog als Briefträger nie eine Uniform an, weil er früher Hirt gewesen war und sich von seinem ehrwürdigen Hirtenkittel nicht trennen mochte. [Hartung, Hugo: Ich denke oft an Piroschka, Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg 1980 [1954], S. 68]
Und er freut sich über seine stille ruhige Weltenheerde wie ein guter Hirt. [Scheerbart, Paul: Immer mutig! In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1902], S. 4643]
Zitationshilfe
„Hirt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hirt>.

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