Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Hochgericht, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Hochgericht(e)s · Nominativ Plural: Hochgerichte
Aussprache 
Worttrennung Hoch-ge-richt
Wortzerlegung hoch Gericht2
eWDG

Bedeutung

historisch
1.
Gericht über schwere Verbrechen durch die hohe Gerichtsbarkeit
2.
Hinrichtungsstätte, Galgen
Beispiel:
Er [der Henker] ging fort, den Kopf … etwas gebückt und die Schultern gebogen, wie denn er auch immer so auf der Bühne des Hochgerichts zu sehen gewesen, vor dem letzten Streich [ SchaumannZwiebel47]

Verwendungsbeispiele für ›Hochgericht‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Laßt nur erst die Versammlungen kommen, laßt nur erst unser Hochgericht tagen! [Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 1067]
Mit diesem Hochgericht verglichen wirkt selbst die Vergeltung wie ein zivilisiertes Gesetz. [Die Zeit, 16.10.1964, Nr. 42]
Die Spur führt zu einem alten Stadtplan von 1685: »Hochgericht« steht an der Stelle des Massengrabes. [Bild, 13.09.2002]
Zwei Wochen nach der Exekution verewigte ein namenloser Steinsetzer in unbekanntem Auftrag die Stelle des Hochgerichts. [Die Zeit, 21.02.1997, Nr. 9]
Zu beiden Seiten der Stadt ist die Spree zu erkennen, und auch das schauerliche Detail des Hochgerichts am linken Bildrand ist korrekt. [Der Tagesspiegel, 28.12.2002]
Zitationshilfe
„Hochgericht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hochgericht>.

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