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Hochschule, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungHoch-schu-le (computergeneriert)
WortzerlegunghochSchule
Wortbildung mit ›Hochschule‹ als Erstglied: ↗Hochschulabgänger · ↗Hochschulabsolvent · ↗Hochschulausbildung · ↗Hochschulbildung · ↗Hochschulcampus · ↗Hochschuldidaktik · ↗Hochschulforschung · ↗Hochschulgruppe · ↗Hochschullehrer · ↗Hochschulmedizin · ↗Hochschulpakt · ↗Hochschulpolitik · ↗Hochschulreife · ↗Hochschulschrift · ↗Hochschulsport · ↗Hochschulstudium · ↗Hochschulverband · ↗Hochschulvertrag · ↗Hochschulwesen · ↗hochschuldidaktisch · ↗hochschulpolitisch
 ·  mit ›Hochschule‹ als Letztglied: ↗Elitehochschule · ↗Fachhochschule · ↗Filmhochschule · ↗Forsthochschule · ↗Gesamthochschule · ↗Handelshochschule · ↗Kunsthochschule · ↗Musikhochschule · ↗Parteihochschule · ↗Sporthochschule · ↗Theaterhochschule · ↗Verkehrshochschule · ↗Volkshochschule
eWDG, 1969

Bedeutung

höchste wissenschaftliche, technische, künstlerische Lehranstalt und Erziehungsanstalt
Beispiele:
die Technische Hochschule in D
eine medizinische, pädagogische Hochschule
eine Hochschule für Musik
der Rektor der Hochschule
die Hochschulen und Universitäten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

hoch · Hoch · Höhe · Anhöhe · Hoheit · höchstens · erhöhen · Hochachtung · hochachtungsvoll · hochdeutsch · hochherzig · Hochmeister · Hochmut · hochmütig · hochnäsig · Hochofen · Hochschule · Hochstapler · hochtrabend · Hochwasser · Hochwild
hoch Adj. ‘aus einer Ebene herausragend, weit nach oben reichend’, übertragen ‘nach Wert, Maß, Rang, Bedeutung hervorragend, über den Durchschnitt hinausgehend’, ahd. hōh (8. Jh.), mhd. hōch, , asächs. hōh, mnd. hō(ch), mnl. , hooch, nl. hoog, aengl. hēah, engl. high, anord. hār, got. hauhs, germ. *hauha- geht vielleicht wie ↗Hügel (s. d.) und aind. kucaḥ ‘weibliche Brust’, kucáti ‘zieht sich zusammen, krümmt sich’, lit. kaūkas ‘Beule’, kaũkaras ‘Hügel’, russ. kúča (куча) ‘Haufen, Heuschober’ auf die Gutturalerweiterung ie. *keuk-, *kūk- der Wurzel ie. *keu-, *keu̯ə- ‘biegen, Wölbung, Höhlung’ zurück (wozu auch ↗Hocke, ↗Hobel, ↗Haufen, ↗hüpfen, ↗Haube, s. d.), so daß hoch ursprünglich als ‘(hervor-, empor)gewölbt’ zu verstehen ist. Hoch n. ‘Höhe, Größe’ (17. Jh.); in der Meteorologie (20. Jh.) Kurzform für Hochdruckgebiet (um 1900). Höhe f. ‘Ausdehnung, Ausmaß in vertikaler Richtung, Dimension, Spitze, Gipfel’, mit vielfältigem übertragenem Gebrauch, ahd. hōhī (8. Jh.), mhd. hœhe, hōhe, asächs. hōhi, got. hauhei. Anhöhe f. ‘Hügel, ansteigendes Gelände’ (17. Jh.). Hoheit f. ‘Erhabenheit, hohe Würde, Herrschaftsbefugnis (über ein bestimmtes Gebiet)’, auch Anrede für einen hohen fürstlichen Würdenträger, mhd. hōchheit, hōcheit. höchstens Adv. ‘maximal, im äußersten Falle’ (16. Jh.), dann auch ‘im günstigsten Falle, bestenfalls’, gebildet zum Superlativ höchst. erhöhen Vb. ‘in eine höhere Position bringen, (an)heben, verherrlichen’, ahd. irhōhen (9. Jh.), mhd. erhœhen; vgl. gleichbed. ahd. hōhen (8. Jh.), mhd. hōhen, hœhen. Hochachtung f. ‘Wertschätzung, Respekt’ (16. Jh.); hochachtungsvoll Adj. ‘respektvoll, von Wertschätzung erfüllt’, besonders als Schlußfloskel bei förmlichen Briefen (19. Jh.). hochdeutsch Adj. Bezeichnung des (vor allem durch die 2. Lautverschiebung gekennzeichneten) Sprachstandes des Mittel- und Oberdeutschen (2. Hälfte 15. Jh.), dann auch im Sinne von ‘nicht mundartlich, der Norm der Literatursprache entsprechend’; ausgehend wohl von der meist gebirgigen Beschaffenheit der mittel- und oberdeutschen Landschaften (s. das Gegenwort ↗niederdeutsch und vgl. die Bezeichnung Niederlande). hochherzig Adj. ‘großmütig, von edler, selbstloser Gesinnung’ (17. Jh.), vgl. aengl. hēahheort, got. hauhhaírts ‘hochmütig, überheblich’. Hochmeister m. ‘Oberster eines geistlichen Ritterordens’, mhd. hōchmeister, hōmeister, dann auch ‘Vorsteher der gesamten Judenschaft im Reich, hoher Gelehrter’. Hochmut m. ‘übersteigertes Selbstgefühl, Überheblichkeit’, ahd. hōhmuot (11. Jh.), mhd. hōchmuot, auch im Sinne von ‘hohe, edle Gesinnung, Hochstimmung, Freude’; hochmütig Adj. ‘überheblich, übertrieben stolz’, ahd. hōhmuotīg (um 1000), mhd. hōchmüetic. hochnäsig Adj. ‘anmaßend, eingebildet’ (18. Jh.); vgl. die Redensart die Nase hoch tragen (18. Jh.). Hochofen m. hoher Schachtofen zur Ausschmelzung des Roheisens aus dem Erz, zunächst Hoherofen (18. Jh.), Hohofen (19. Jh.). Hochschule f. Bildungsstätte, in der die Qualifikation für akademische Berufe vermittelt wird, ‘Universität’ (15. Jh.), daneben zunächst auch Hohe Schule, Hoheschule. Hochstapler m. ‘seriös und vornehm auftretender Betrüger’ (18. Jh.), zu rotw. Stappler, Stabeler, Stabuler ‘Bettler’ (15. Jh.), vgl. rotw. stappeln, stapeln, stabeln ‘bettelnd umherziehen’, nhd. (literatursprachlich und landschaftlich) stapeln ‘hochbeinig, gespreizt gehen, betteln gehen’. hochtrabend Part.adj. ‘von oben herab, überheblich’ (vgl. auf dem hohen Roß sitzen), mhd. hōchtrabende. Hochwasser n. ‘höchster Wasserstand innerhalb der Gezeiten, Überschwemmung(sgefahr)’ (19. Jh.), vorher hoch Wasser (16. Jh.). Hochwild n. ‘wertvollste Wildkategorie’, z. B. Rotwild, Schalenwild, edles Federwild (16. Jh.), hoewilt (15. Jh.), entsprechend der Einteilung in hohe, (mittlere,) niedere Jagd.

Thesaurus

Synonymgruppe
Akademie · Hochschule · ↗Universität  ●  ↗Alma Mater  lat. · ↗Uni  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • TH · TU · Technische Hochschule · Technische Universität
  • FH · ↗Fachhochschule
  • Polytechnikum · polytechnische Bildungsanstalt · polytechnische Hochschule
  • Jagellonen-Universität · Jagiellonen-Universität
  • Akademisches Gymnasium · Hohe Schule
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Absolvent Autonomie Buchkunst Fachhochschule Fernsehen Forschungseinrichtung Gestaltung Kunst Musik Professor Rektor Schule Student Studierende Studium Theater Universität Wissenschaft deutsch eidgenössisch lehren medizinisch privat pädagogisch rheinisch-westfälisch staatlich studieren technisch tierärztlich wissenschaftlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hochschule‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In den deutschen Hochschulen ist in den vergangenen zehn Jahren kein Stein mehr auf dem anderen geblieben.
Die Zeit, 14.10.2013, Nr. 41
Als Reflex darauf kamen an den westdeutschen Hochschulen paradoxe Entwicklungen zustande.
Weizsäcker, Richard von: Dreimal Stunde Null? 1949 1969 1989, Berlin: Siedler Verlag 2001, S. 64
Sie fordern eine bedarfsdeckende Finanzierung der Hochschulen, bessere Ausstattung, vor allem der Bibliotheken.
konkret, 2000 [1998]
L. K. ist Prof. an der Zentralen Hochschule für Bild.
o. A.: Lexikon der Kunst - L. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 29735
Inzwischen hat sie angefangen, an der Pädagogischen Hochschule zu studieren.
Schwarzer, Alice: Der »kleine Unterschied« und seine großen Folgen, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1977 [1975], S. 3
Zitationshilfe
„Hochschule“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hochschule>, abgerufen am 22.03.2019.

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