Hohngelächter, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungHohn-ge-läch-ter
eWDG, 1969

Bedeutung

höhnisches Gelächter
Beispiele:
etw. unter dem Hohngelächter der Gegner, Zuschauer, Klassenkameraden tun
als er den Raum betrat, empfing ihn Hohngelächter
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hohn · höhnen · höhnisch · hohnlachen · Hohngelächter · hohnsprechen · verhöhnen
Hohn m. ‘boshafter, mit Verachtung und Schadenfreude vermischter, beißender Spott’, ahd. hōna f. (9. Jh.), mhd. mnd. hōn m., mnl. nl. hoon m. sowie ahd. hōnida (8. Jh.), mhd. hœnde, hœne, asächs. hōnða ‘Schmach, Schande’ sind Abstrakta zu den Adjektivbildungen ahd. hōni (9. Jh.), mhd. hœne ‘verachtet, in Schmach lebend’, auch ‘hochfahrend, zornig, gefährlich’, aengl. hēan ‘niedrig, verachtet, arm, elend’, got. hauns ‘niedrig, demütig’ (germ. *hauna-). Diese stellen sich mit griech. kaunós (καυνός) ‘schlecht, trocken, dürr’, lett. kauns ‘Scham, Schande, Schmach’ als n-Erweiterungen zur Wurzel ie. *kau- ‘erniedrigen, demütigen, Schande, Scham’, die auch in anord. hāð ‘Spott, Hohn’ und lit. kūvė́tis ‘sich schämen’ vorliegt. Von den gleichen Adjektivbildungen abgeleitet sind höhnen Vb. ‘boshaft, verächtlich spotten, höhnisch sprechen’, ahd. hōnen (um 800; vgl. ahd. ungihōnit, 8. Jh.), mhd. hœnen ‘entehren, herabsetzen, schmähen’, asächs. hōnian, mnd. hȫnen ‘schmähen’, mnl. hōnen, nl. hoonen ‘(ver)höhnen’, aengl. hīenan, got. haunjan ‘erniedrigen’. Ursprünglich fehlt der Wortgruppe das Moment schadenfroher Überlegenheit. höhnisch Adj. ‘voller Hohn, spöttisch, schadenfroh’, mhd. hœnisch. hohnlachen Vb. ‘höhnisch lachen’, mhd. hōnlachen ‘hinterlistig lachen’; Hohngelächter n. (17. Jh.). hohnsprechen Vb. ‘spotten, widersprechen’ (15. Jh.). verhöhnen Vb. ‘verspotten, lächerlich machen’, mhd. verhœnen ‘herabsetzen, entehren’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Opposition Pfiff Spott anstimmen ausbrechen auslösen beantworten bitter ernten hervorrufen quittieren schallen schallend untergehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hohngelächter‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch mit 33 Jahren sollte man schon wissen, dass sowas nichts bringt, außer Hohngelächter.
Süddeutsche Zeitung, 26.03.2003
Unvermittelt warf er ein Buch auf den Tisch, ein kleines, fast quadratisches Buch, und stieß ein Hohngelächter dabei aus.
Mann, Heinrich: Der Untertan, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1918], S. 112
Die Oberhelfer stimmten ein Hohngelächter an, aber es klang nicht echt.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 178
Unter dem Hohngelächter der benachteiligten Damen wurde der Held aus seinem Versteck ausgetrieben.
Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 2. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 1377
Und nachdem er zwei Kreisdelegiertenversammlungen von sich überzeugte, ist das Hohngelächter an der SPD-Spitze verstummt.
Die Welt, 16.06.2000
Zitationshilfe
„Hohngelächter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hohngelächter>, abgerufen am 19.10.2019.

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