Honig, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Honigs · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungHo-nig
Wortbildung mit ›Honig‹ als Erstglied: ↗Honiganzeiger · ↗Honigbalsam · ↗Honigbiene · ↗Honigdachs · ↗Honigernte · ↗Honigerträgnis · ↗Honigfresser · ↗Honigkuchen · ↗Honigmonat · ↗Honigmond · ↗Honigschleuder · ↗Honigseim · ↗Honigtau · ↗Honigtopf · ↗Honigwabe · ↗Honigwein · ↗honigblond · ↗honigfarben · ↗honiggelb · ↗honigsüß
 ·  mit ›Honig‹ als Letztglied: ↗Beutenhonig · ↗Biohonig · ↗Blatthonig · ↗Heidehonig · ↗Kleehonig · ↗Leckhonig · ↗Rapshonig · ↗Seimhonig · ↗Tropfhonig
eWDG, 1969

Bedeutung

von Bienen zu einer dickflüssigen, goldgelben Masse umgewandelter Nektar der Blüten
Beispiele:
(dick)flüssiger, fester, gelber, weißer Honig
türkischer Honig
die Bienen sammeln fleißig Honig (= fliegen von Blüte zu Blüte und sammeln Nektar)
das Kind trank heiße Milch mit Honig
Honig schleudern (= mit einer Zentrifuge den Honig aus den Waben herausbringen)
sie lächelt, redet süß wie Honig (= schmeichlerisch)
Sein Lob schmeckte mir wie Honig (= tat mir wohl) [HagelstangeSpielball227]
bildlich
Beispiele:
salopp jmdm. Honig um den Bart, ums Maul schmieren (= jmdm. geschickt schmeicheln)
biblisch ein Land, darin Milch und Honig fließt (= ein sehr fruchtbares Land)
übertragen
Beispiele:
Doch wenn Du, all den Honig (= all die schönen Worte) noch im Ohr, / Dich nun aufs Lager müde niederstreckst [HebbelSiegfrieds TodIV 2]
das durfte dem Papste freilich Honig aufs Brot bedeuten (= sehr angenehm sein) [A. ZweigGrischa271]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Honig · Honigmonat · Honigmond
Honig m. Der von Bienen aus Nektar und anderen Säften lebender Pflanzenteile erzeugte süße Stoff ahd. honag, honeg (8. Jh.), honig (9. Jh.), honang (nur bei Notker, um 1000), mhd. honec, honic, asächs. huneg, honeg, hanig, mnd. hōnich, honnich, aengl. hunig, engl. honey, nl. honi(n)g, anord. hunang, schwed. honung, honing ist benannt nach seiner goldgelben Farbe. Denn mit germ. *hona(n)ga- vergleichen sich aind. kāñcanám ‘Gold, Geld’, kāñcanaḥ ‘golden’, griech. knēkós (κνηκός) ‘gelblich’, apreuß. *kunkan ‘braun’ (da überliefertes cucan wohl als *cȗcan, d. h. cuncan zu lesen ist). Daraus läßt sich trotz gewisser Unsicherheiten in der Beurteilung der Ablautverhältnisse ein Ansatz ie. *kenəko- ‘honiggelb, goldgelb’ erschließen. Das in den germ. Formen bisweilen auftretende -n- in der zweiten Silbe kann entweder als Nasalierung der Suffixe -ag, -ig (nach dem vorangehenden n) oder als Einfluß der Suffixe -ing, -ung begriffen werden. Neutrales Genus gilt bis ins 18. Jh., doch treten seit dem 16. Jh. bereits maskuline Formen auf. Honigmonat, Honigmond m. ‘Flitterwochen’ (18. Jh.), Übersetzung von gleichbed. frz. lune du miel, (heute lune de miel), das seinerseits engl. honeymoon wiedergibt. Die engl. Bildung (Mitte 16. Jh.) geht anfangs von der Vorstellung aus, daß die Zuneigung eines jungen Paares wie die Mondphasen wechsele.

Thesaurus

Synonymgruppe
Honig [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Melezitosehonig · Zementhonig
  • Giftiger Honig · Pontischer Honig · Tollhonig · Türkischer Wildhonig
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Banane Biene Butter Essig Gewürz Ingwer Joghurt Kakao Konfitüre Käse Mandel Marmelade Milch Nuß Olivenöl Orangensaft Pollen Schokolade Sirup Tee Vanille Wabe Wachs Walnuß Zimt Zitrone Zucker bestreichen fließen saugen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Honig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Werden sie also künftig ganz die Hand vom Honig lassen?
Süddeutsche Zeitung, 10.05.2004
Der Typ ist gar nicht teuer - will nur ein Glas Honig pro Tag.
Bild, 20.08.1999
Von dem Honig, den Sie ernten, brauchen Sie nichts abzuliefern.
Meyerhoff, Grete: Kleine Imkerschule, Berlin: Deutscher Landwirtschaftsverl. VEB 1981 [1970], S. 381
Ich fand ein Glas Honig und toastete das alte Brot.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 473
Es war ein Kampf, darüber braucht kein Honig geschmiert zu werden.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1917], S. 55
Zitationshilfe
„Honig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Honig>, abgerufen am 18.12.2018.

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