Hopfen, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Hopfens · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Hop-fen
Wortbildung  mit ›Hopfen‹ als Erstglied: ↗Hopfenbau · ↗Hopfenbauer · ↗Hopfenblüte · ↗Hopfendarre · ↗Hopfenextrakt · ↗Hopfengarten · ↗Hopfenkaltschale · ↗Hopfenpflücke · ↗Hopfenstange · ↗Hopfensud · ↗Hopfentee · ↗Hopfenöl
eWDG, 1969

Bedeutung

mehrjährige, zweigeschlechtige Kletterpflanze, die auf Feldern angebaut wird, sich an Stangen oder Gerüsten emporwindet und deren zapfenartige Fruchtstände den Stoff für die Würze des Bieres liefern
Beispiel:
Hopfen anbauen, pflücken, ernten
übertragen
Beispiel:
umgangssprachlichbei, an ihm ist Hopfen und Malz verloren (= er ist nicht mehr zu bessern)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hopfen · hopfen
Hopfen m. auf das dt. und nl. Sprachgebiet beschränkter Name für die wildwachsende, in Deutschland jedoch seit dem 8. Jh. vor allem zur Bierbrauerei angebaute, rechtswindende Schlingpflanze, ahd. hopho (11. Jh.), mhd. hopfe, mnd. hoppe, mnl. hoppe, nl. hop. (Engl. hop ist entlehnt aus dem Mnl.) Möglicherweise verdankt die Pflanze ihren Namen den für die Bierherstellung allein benötigten zapfenartigen weiblichen Fruchtständen, so daß Verwandtschaft mit schweiz. Hupp(en) ‘buschige Quaste’, ostfläm. hoppe ‘Grasbüschel’, rhein. Hupp ‘Haufen’ angenommen werden kann. Dazu die Redensart bei (an) ihm ist Hopfen und Malz verloren ‘er ist unverbesserlich, bei ihm ist alle Mühe vergeblich’, vgl. bereits (wohl absichtlich abgewandeltes) an ihm ist so Hopp als Schmaltz vertorben (16. Jh.). hopfen Vb. ‘Hopfen zusetzen’ (16. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Hopfen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hopfen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Hopfen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vor allem aber können immer weniger Bauern vom Hopfen leben.
Süddeutsche Zeitung, 21.08.2002
Zum Teil sah man den Hopfen ungepflückt an den Stangen verdorren.
Völkischer Beobachter (Reichsausgabe), 04.03.1932
Der Preis des Hopfens wechselt zwischen 10 - 500 Mark für 50 kg.
Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 260
Wieder heißt es reinigen, dann Hopfen zugeben und noch mal kochen.
o. A.: Die grosse Welt der Getränke, Hamburg: Tschibo Frisch-Röst-Kaffee Max Herz 1977, S. 250
Die erste Erwähnung des Hopfens in der auf uns gekommenen mittelalterlichen Literatur stammt aus dem Jahre 768.
Bauer, Hans: Tisch und Tafel in alten Zeiten, Leipzig: Koehler & Amelang 1967, S. 88
Zitationshilfe
„Hopfen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hopfen>, abgerufen am 08.08.2020.

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