Hormon, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Hormons · Nominativ Plural: Hormone
Aussprache
WorttrennungHor-mon (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Hormon‹ als Erstglied: ↗Hormonbehandlung · ↗Hormondrüse · ↗Hormonhaushalt · ↗Hormonproduktion · ↗Hormonpräparat · ↗Hormonreservoir · ↗hormonell · ↗hormongesteuert · ↗hormongetrieben
 ·  mit ›Hormon‹ als Letztglied: ↗Glückshormon · ↗Nebennierenhormon · ↗Nebennierenrindenhormon · ↗Neurohormon · ↗Schilddrüsenhormon · ↗Sexualhormon · ↗Steroidhormon
 ·  mit ›Hormon‹ als Grundform: ↗hormonal
eWDG, 1969

Bedeutung

Biologie Wirkstoff, der von gewissen Drüsen und Geweben gebildet wird, in die Blutbahn gelangt und eine bestimmte Körperfunktion reguliert
Beispiele:
eine Krankheit durch die Zufuhr eines bestimmten Hormons bekämpfen
ein Hormon in reiner Form gewinnen
Durch Störung ... kommt es zur Änderung im Kräfteverhältnis beider Hormone und damit zur Verweiblichung [Urania1960]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hormon · hormonal
Hormon n. körpereigener Wirkstoff, der biochemisch-physiologische Funktionen reguliert. Das medizinische Fachwort engl. hormone ist eine gelehrte Bildung (publiziert 1905) des englischen Physiologen Starling zu griech. hormā́n (ὁρμᾶν) ‘in Bewegung setzen, antreiben, anregen’, einer Ableitung von griech. hormḗ (ὁρμή) ‘Anlauf, Angriff, Antrieb’. Der engl. Ausdruck geht vom Part. Präs. griech. hormṓn (ὁρμῶν) aus, wird aber den im Engl. auftretenden Wörtern auf -one angeglichen. hormonal Adj. (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Botenstoff · Hormon
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Adrenalin Antibiotikum Ausschüttung Botenstoff Enzym Erythropoietin Insulin Melatonin Nebennierenrinde Rezeptor Testosteron Tiermast Vitamin Wechseljahre anabol ausschütten blutbildend blutzuckersenkend freisetzen hergestellt körpereigen männlich pflanzlich produziert spritzen synthetisch verabreichen verboten weiblich Östrogen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hormon‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Heute scheinen Hormone eher das Problem, nicht seine Lösung zu sein.
Der Tagesspiegel, 08.09.2003
Bisher war es nicht möglich, das künstliche Epo vom körpereigenen Hormon verlässlich zu unterscheiden.
Süddeutsche Zeitung, 08.06.2000
Eine Anzahl von Vitaminen und Hormonen können wir heute schon künstlich bereiten.
Langenbeck, Wolfgang: Lehrbuch der Organischen Chemie, Dresden: Steinkopff 1938, S. 379
Mit hoher Aktiviertheit hängt auch die Funktion bestimmter Hormone eng zusammen.
Semmer, Norbert: Streß. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 22068
Auch in der Forschung der Hormone hat eine neue Etappe begonnen.
Portmann, Adolf: Neue Wissenschaft - Biologie und Anthropologie. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 19148
Zitationshilfe
„Hormon“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hormon>, abgerufen am 16.06.2019.

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