Hub, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Hub(e)s · Nominativ Plural: Hübe · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Hub‹ als Erstglied: ↗Hubbrücke · ↗Hubhöhe · ↗Hubinsel · ↗Hubkolben · ↗Hubkolbenmotor · ↗Hublader · ↗Hubmotor · ↗Hubraum · ↗Hubroller · ↗Hubschraube · ↗Hubstapler · ↗Hubvolumen · ↗Hubwagen
 ·  mit ›Hub‹ als Letztglied: ↗Kolbenhub · ↗Pendelhub · ↗Saughub · ↗Tidehub · ↗Tidenhub
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
fachsprachlich das Heben
Beispiele:
der Hub von Lasten, Bauteilen durch einen Kran
der lotrechte Hub eines Schiffes im Schiffshebewerk
das Heben als abgeschlossene, zeitlich und räumlich begrenzte Handlung
Beispiele:
der Kran fasst mit einem, auf einen Hub viel Erde
Nach jedem Hub mußte der »fliegende Kran« zwischenlanden [Tageszeitung1964]
2.
Technik Hubhöhe
Beispiele:
Kräne mit einem Hub von 50 Metern
der Hub dieses Schiffshebewerks beträgt 64 Meter
bei Verbrennungsmotoren, Dampfmaschinen, Pumpen
Beispiele:
der Hub der Maschine beträgt 68 Millimeter
eine Maschine mit größerem Hub
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hub · Hubraum · Hubschrauber · Helikopter
Hub m. ‘Hebebewegung’ (Ende 17. Jh.), Verbalabstraktum zu ↗heben (s. d.); heute vorzugsweise in technischen Fachsprachen. Hubraum m. ‘Teil des Zylinderraumes, in dem sich ein Kolben zwischen den beiden Endlagen bewegt’ (20. Jh.). Hubschrauber m. ‘senkrecht startendes Drehflügelflugzeug’ (20. Jh.). Dafür auch (internationalem Sprachgebrauch folgend) Helikopter m. eine künstliche Bildung zu griech. hélix, Genitiv hélikos (ἕλιξ, ἕλικος) ‘Windung, Kreislauf, Spirale’ und pterón (πτερόν) ‘Feder, Flügel’; zuerst wohl (angesichts der Bedeutungsentwicklung des gleichfalls dem Griech. entstammenden frz. hélice ‘Schraubenlinie, Schiffsschraube, Propeller’) frz. hélicoptère ‘Luftschiff’, auch ein zweiflügeliges, durch die Luft wirbelndes Kinderspielzeug (2. Hälfte 19. Jh.), danach auf das Flugzeug übertragen (etwa 1925).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gewandtheit · Hub · ↗Takt · Taktsignal
Synonymgruppe
Knoten · ↗Knotenpunkt · ↗Umschlagpunkt · ↗Verkehrsknotenpunkt · logistisches Zentrum  ●  ↗Drehkreuz  fig. · ↗Drehscheibe  fig. · Hub  fachspr., engl.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anschlag Anschluß Austausch Bohrung Druckpunkt Henry Kommissar Millimeter Rechner Regisseur Schauspieler Station Switch Tastatur Taste Ventil Verbindung Volksbühne anschließen ausbauen ausreichen ausreichend benötigen genannt gering integriert passend sogenannt variieren verbinden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hub‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für eine einwandfreie Arbeitsweise aller Systeme ist ein hinreichender Hub der Auswerferplatten erforderlich.
Menges, Georg u. Mohren, Paul: Anleitung für den Bau von Spritzgießwerkzeugen, München: Hanser 1974, S. 142
Beim direkten Pumpenantrieb läßt sich eine vom Hub und der wirkenden Kraft weitgehend unabhängige Geschwindigkeit verwirklichen.
Dannemann, E. u. a.: Grundlagen der Werkzeugmaschinen zum Umformen. In: Lange, Kurt (Hg.) Lehrbuch der Umformtechnik, Bd. 1, Berlin u. a.: Springer 1972, S. 364
Der Hub von 75 Millimetern reicht auch für tiefe Bohrungen vollends aus.
Bernd Käsch, Heimwerker-Handbuch: Wiesbaden: Falken-Verlag Erich Sicker 1968, S. 20
Der Zylinderinhalt ergibt sich also aus der Multiplikation von Hub mal Querschnittfläche des Zylinders.
Dillenburger, Helmut: Das praktische Autobuch, Gütersloh: Bertelsmann 1965 [1957], S. 145
Entscheidend ist also aus bester Winkelstellung in der Wurfauslage der lange Weg des Beckens und der volle Hub des Rumpfes.
Hoke, Ralph Johann u. Schmith, Otto: Grundlagen und Methodik der Leichtathletik, Leipzig: Barth 1937, S. 119
Zitationshilfe
„Hub“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hub#1>, abgerufen am 14.10.2019.

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Hub, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Hubs · Nominativ Plural: Hubs
Aussprache[hap]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hub · Hubraum · Hubschrauber · Helikopter
Hub m. ‘Hebebewegung’ (Ende 17. Jh.), Verbalabstraktum zu ↗heben (s. d.); heute vorzugsweise in technischen Fachsprachen. Hubraum m. ‘Teil des Zylinderraumes, in dem sich ein Kolben zwischen den beiden Endlagen bewegt’ (20. Jh.). Hubschrauber m. ‘senkrecht startendes Drehflügelflugzeug’ (20. Jh.). Dafür auch (internationalem Sprachgebrauch folgend) Helikopter m. eine künstliche Bildung zu griech. hélix, Genitiv hélikos (ἕλιξ, ἕλικος) ‘Windung, Kreislauf, Spirale’ und pterón (πτερόν) ‘Feder, Flügel’; zuerst wohl (angesichts der Bedeutungsentwicklung des gleichfalls dem Griech. entstammenden frz. hélice ‘Schraubenlinie, Schiffsschraube, Propeller’) frz. hélicoptère ‘Luftschiff’, auch ein zweiflügeliges, durch die Luft wirbelndes Kinderspielzeug (2. Hälfte 19. Jh.), danach auf das Flugzeug übertragen (etwa 1925).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gewandtheit · Hub · ↗Takt · Taktsignal
Synonymgruppe
Knoten · ↗Knotenpunkt · ↗Umschlagpunkt · ↗Verkehrsknotenpunkt · logistisches Zentrum  ●  ↗Drehkreuz  fig. · ↗Drehscheibe  fig. · Hub  fachspr., engl.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anschlag Anschluß Austausch Bohrung Druckpunkt Henry Kommissar Millimeter Rechner Regisseur Schauspieler Station Switch Tastatur Taste Ventil Verbindung Volksbühne anschließen ausbauen ausreichen ausreichend benötigen genannt gering integriert passend sogenannt variieren verbinden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hub‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für uns war es selber nicht ganz einfach, die Hubs zu kommunizieren.
Der Tagesspiegel, 09.01.2004
Nach der Installation muss man sich zunächst auf einem der Hubs einwählen.
C't, 2001, Nr. 26
Wer gezielt die Hubs ausschaltet, legt das ganze System lahm.
Die Zeit, 09.01.2012, Nr. 02
Moderne Netzwerke arbeiten mit einem Switch ("Schalter"), einem intelligenten Hub.
Süddeutsche Zeitung, 11.03.2003
Für ein Drehkreuz (Hub) sei vor allem hoher Umsteigeranteil erforderlich.
Die Welt, 10.09.2001
Zitationshilfe
„Hub“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hub#2>, abgerufen am 14.10.2019.

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