Hudelei, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Hudelei · Nominativ Plural: Hudeleien
Aussprache
WorttrennungHu-de-lei
eWDG, 1969

Bedeutung

landschaftlich, salopp, abwertend
1.
Schlamperei, Pfuscherei
Beispiel:
eine solche Arbeit ist eine Hudelei
2.
Schererei, Plage
Beispiel:
mit etw., jmdm. viel Hudelei haben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

hudeln · Hudelei · lobhudeln · Lobhudelei
hudeln Vb. ‘nachlässig arbeiten, pfuschen, wie ein Nichtsnutz handeln’ (16. Jh.), eigentlich ‘nach Art eines Fetzens, Lumpens verfahren’; zu spätmhd. hudel, mhd. huder ‘Lappen, Lumpen’, das ablautend (mit affektisch gekürztem Vokal?) zu mhd. hadel ‘zerrissenes Stück Zeug’ steht, einer Nebenform von mhd. hader ‘Lappen, Lumpen’, nhd.Hader (s. d.). Hudelei f. ‘Stümperei, Pfuscherei’ (17. Jh.). lobhudeln Vb. ‘übertrieben loben, schmeicheln’ (Ende 18. Jh.), scherzhaft nach Vorbildern wie lobpreisen, lobsingen; Lobhudelei f. (19. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ob sich die ganze Hudelei für die Staatsregierung auszahlt, bleibt abzuwarten.
Süddeutsche Zeitung, 10.03.2004
Man kann mit dem neuerdings in Mode gekommenen Trick, Handlungen als geträumte aufzuführen, nicht gleich alles rechtfertigen, alle Hudeleien und Besinnungslosigkeiten einer Darstellung.
Die Zeit, 05.04.1974, Nr. 15
Über andere solche Hudeleien sehen wir gnädig hinweg, etwa über den baren Unsinn, noch zu Napoleons Zeiten sei der Bogen effektiver gewesen als die Muskete.
Süddeutsche Zeitung, 05.10.1998
Zitationshilfe
„Hudelei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hudelei>, abgerufen am 17.07.2019.

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