Hummel, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Hummel · Nominativ Plural: Hummeln
Aussprache 
Worttrennung Hum-mel
Wortbildung  mit ›Hummel‹ als Letztglied: ↗Ackerhummel · ↗Erdhummel · ↗Heidehummel · ↗Schmarotzerhummel · ↗Steinhummel

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. zu den Bienen gehörendes, gedrungen gebautes und dichtbehaartes Insekt
    1. [bildlich] ...
  2. 2. [umgangssprachlich, scherzhaft] ⟨eine wilde Hummel⟩ ein ausgelassenes, lebhaftes Mädchen
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
zu den Bienen gehörendes, gedrungen gebautes und dichtbehaartes Insekt
Beispiele:
eine schwarze, braune, dicke Hummel
die Hummel fliegt, summt, brummt, besucht die Blumen, sammelt Blütenstaub
Durch die Stille vernahmen sie, weich und gedämpft wie das Brummen einer riesigen Hummel, das Geräusch eines Motorbootes [JohoWendemarke193]
bildlich
Beispiel:
salopper hat Hummeln im Hintern (= ist unruhig, kann nicht still sitzen)
2.
umgangssprachlich, scherzhaft eine wilde Hummelein ausgelassenes, lebhaftes Mädchen
Beispiel:
Meine braune, wilde Hummel hat, als sie einmal in bürgerlichen Verhältnissen war, Hausfrauentugenden entfaltet [Suderm.SodomI 11]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hummel f. Der Name für große, plumpe, pelzig behaarte Bienenarten ahd. humbal m. (10. Jh.), humbalo m., humbala f. (11. Jh.), mhd. humbel, hummel m., mnd. hummel(e), mnl. hommel, hōmel, hummel, nl. hommel, schwed. humla ist wahrscheinlich eine Ableitung von (literarisch allerdings erst spät bezeugtem) lautnachahmendem spätmhd. hummen, nhd. (in md. und nd. Mundarten) hummen, hommen ‘summen’, nl. (älter) hommelen, (mundartlich) hommelen, hommen, engl. to hum. Zieht man russ. šmel’ (шмель), (mundartlich) čmel’ (чмель) ‘Hummel, Erdbiene’ und (ablautend dazu) lit. kamãnė ‘Mooshummel’, lett. kamene, apreuß. kamus ‘Hummel’ sowie russ.-kslaw. komarъ, russ. komár (комар) ‘Mücke’, ferner lit. kìmti ‘heiser werden’ heran, so kann eine Wurzel ie. *kem- ‘summen’ vorausgesetzt werden.

Typische Verbindungen zu ›Hummel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hummel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Hummel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man kann die Hummel zwar nicht richtig streicheln, aber zum Haustier ist sie ohnehin nicht gemacht.
Die Zeit, 23.03.2005, Nr. 13
Eine wilde Hummel wurde jeden Tag älter, und das gefiel ihr nicht.
Scheerbart, Paul: Immer mutig! In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1902], S. 10338
Geblieben ist die Farbe grün, neu ist das weiße Logo von Sponsor Hummel.
Bild, 09.10.2002
Ferdinand Hummel hatte schon als bestauntes Wunderkind große Erfolge zu verzeichnen.
Langner, Thomas-M.: Hummel. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1957], S. 40384
Seine Frau Susette, geb. Hummel, war die Tochter eines berühmten Malers und selbst Malerin von bedeutendem Talent.
Richter, Alfred: Aus Leipzigs musikalischer Glanzzeit, Erinnerungen eines Musikers. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 43871
Zitationshilfe
„Hummel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hummel>, abgerufen am 12.08.2020.

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