Humpe, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Worttrennung Hum-pe
DWDS-Verweisartikel, 2015

Bedeutung

Synonym zu Humpen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Humpen · Humpe · Hümpel · Bierhumpen
Humpen m. bis ins 18. Jh. vorwiegend Humpe f. ‘großes Trinkgefäß’ (meist mit Griff und Deckel), zuerst omd. (2. Hälfte 16. Jh.), wohl durch die Studentensprache verbreitet. Mit mnd. hümpel ‘Häuflein’, nd. Hump, Humpe ‘Teil, Stück, Ecke’, nl. homp ‘Klumpen’, engl. hump ‘Buckel, Höcker’, norw. hump ‘Hügel’ und vielleicht aind. kumbháḥ ‘Topf, Krug’, griech. kýmbē (κύμβη) ‘Trinkgefäß, Schale, Becken’ (wenn nicht Wanderwort), mir. comm ‘Gefäß’ auf eine nasalierte Erweiterung ie. *kumb(h)- der Wurzel ie. *keu-, *keu̯ə- ‘biegen, Wölbung, Höhlung’ (s. ↗Haufen) zurückgehend? Das Deminutivum mnd. hümpel ‘Häufchen’ (s. oben) wird ins Hd. (18. Jh.) aufgenommen Hümpel m. nordd. ‘Haufen, aufgeschüttete Menge’ (Adelung), dann auch ‘Trinkgefäß’. Bierhumpen m. (2. Hälfte 17. Jh.), Bierhumpe f. (Mitte 17. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›Humpe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer außer Humpe ist noch übrig von der Neuen Deutschen Welle?
Die Zeit, 19.06.2013, Nr. 26
Als ich irgendwann zur Disco komme, winkt Inga Humpe mich gleich auf die Empore und zeigt mir eine Platte von damals.
Der Tagesspiegel, 03.05.2003
Die Mauer fiel, und Inga Humpe kehrte nach Berlin zurück.
Die Welt, 03.09.2004
Nach Wien verschlagen hat es heuer die Ex-Ideal-Musikerin Annette Humpe.
konkret, 1983
Schließlich hatte Humpe in Hamburg gesagt, bei so einem Rückblick dürfe man niemanden verletzen.
Süddeutsche Zeitung, 30.08.2000
Zitationshilfe
„Humpe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Humpe>, abgerufen am 05.06.2020.

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