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Humpen, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Humpens · Nominativ Plural: Humpen
Aussprache 
Worttrennung Hum-pen (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Humpen‹ als Letztglied: Bierhumpen · Glashumpen · Literhumpen · Silberhumpen
eWDG

Bedeutung

veraltet großes Trinkgefäß aus Metall, Glas oder Ton, das meist mit einem Henkel und einem Deckel versehen ist und kunstvoll verziert sein kann
Beispiele:
ein alter, riesiger Humpen
ein Humpen (mit) Wein, Bier
den Humpen füllen, leeren
Humpen dröhnten, Gesundheiten wurden … ausgebracht [ C. F. MeyerPage3,157]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Humpen · Humpe · Hümpel · Bierhumpen
Humpen m. bis ins 18. Jh. vorwiegend Humpe f. ‘großes Trinkgefäß’ (meist mit Griff und Deckel), zuerst omd. (2. Hälfte 16. Jh.), wohl durch die Studentensprache verbreitet. Mit mnd. hümpel ‘Häuflein’, nd. Hump, Humpe ‘Teil, Stück, Ecke’, nl. homp ‘Klumpen’, engl. hump ‘Buckel, Höcker’, norw. hump ‘Hügel’ und vielleicht aind. kumbháḥ ‘Topf, Krug’, griech. kýmbē (κύμβη) ‘Trinkgefäß, Schale, Becken’ (wenn nicht Wanderwort), mir. comm ‘Gefäß’ auf eine nasalierte Erweiterung ie. *kumb(h)- der Wurzel ie. *keu-, *keu̯ə- ‘biegen, Wölbung, Höhlung’ (s. Haufen) zurückgehend? Das Deminutivum mnd. hümpel ‘Häufchen’ (s. oben) wird ins Hd. (18. Jh.) aufgenommen Hümpel m. nordd. ‘Haufen, aufgeschüttete Menge’ (Adelung), dann auch ‘Trinkgefäß’. – Bierhumpen m. (2. Hälfte 17. Jh.), Bierhumpe f. (Mitte 17. Jh.).

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Bierbembel · Bierkrug · Bierseidel · Humpen · Krügel · Maß · Maßkrug · Schnelle · Seidel · Steinkrug  ●  Henkel  berlinerisch · Augenkanne  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(ein) Bier · (ein) Bierchen · (ein) Humpen · (ein) Schoppen · (ein) kühles Blondes  ●  (ein) Glas Bier  Hauptform · (eine) Maß  bayr. · (eine) Halbe  ugs., süddt.

Typische Verbindungen zu ›Humpen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Humpen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Humpen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Obwohl ich schon vier kleine Bier intus hatte, trank ich den Humpen in einem Zug halb leer. [Arjouni, Jakob: Chez Max, Zürich: Diogenes 2006, S. 90]
Der Frau, die die Mangel bediente, mußte ein Humpen gebracht werden. [Bergg, Franz: Ein Proletarierleben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 8374]
Wenn er nicht gestorben ist, dann hebt er den Humpen noch heute. [Die Welt, 07.11.2003]
Sie hatten keine Lust, einen ganzen Abend herumzustehen und Bier aus einem Humpen zu trinken. [Der Tagesspiegel, 30.06.2002]
Wer kein Senkblei ins Bier tauchen möchte, sollte von diesem Humpen die Finger lassen. [Süddeutsche Zeitung, 24.09.2004]
Zitationshilfe
„Humpen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Humpen>.

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