Hundsfott, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Hundsfott(e)s · Nominativ Plural: Hundsfötter/Hundsfotte
Aussprache
WorttrennungHunds-fott
Wortbildung mit ›Hundsfott‹ als Erstglied: ↗Hundsfötterei · ↗hundsföttisch
eWDG, 1969

Bedeutung

abwertend nichtswürdiger, niederträchtiger Kerl, Schurke
Beispiele:
so ein Hundsfott!
ein Hundsfott, wer so etwas Schändliches tut!
wer kein Hundsfott sein will, muss entschlossen handeln
Wollen zeigen, daß sie Kerle sind und keine Hundsfötter [TralowNeuhoff290]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fotze · Hundsfott · hundsföttisch
Fotze f. ‘weibliche Geschlechtsteile’, derbes, in der Hochsprache gemiedenes Wort. Spätmhd. fotze, futze ist affektisch geminierte Intensivbildung zu gleichbed. mhd. vut, das mit anord. isl. fuð und (aus dem Skandinav. entlehntem?) engl. (mundartlich) fud wohl zur Wurzel von ↗faul (s. d.) gehört und eigentlich ‘das Stinkende’ bedeutet. Mhd. mnd. vut ist erhalten im Kompositum Hundsfott m. ‘Schuft, feiger, schlechter Kerl’ (16. Jh.), eigentlich Bezeichnung der Geschlechtsteile der Hündin. hundsföttisch Adj. ‘schuftig, gemein, niederträchtig’ (16. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine Uniform macht einen Schuhmacher noch nicht zu einem Hauptmann und auch einen redlichen Mann noch nicht zu einem Hundsfott.
Die Zeit, 13.09.1956, Nr. 37
Eins wisse er bestimmt, entgegnete Melander, daß kein Hundsfott auf der Welt ihn zwingen könne, auch ein Hundsfott zu werden.
Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 6124
Zitationshilfe
„Hundsfott“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hundsfott>, abgerufen am 15.11.2019.

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