Hungerlohn, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungHun-ger-lohn
WortzerlegungHungerLohn
eWDG, 1969

Bedeutung

sehr niedriger Lohn
Beispiele:
einen Hungerlohn erhalten
für einen Hungerlohn arbeiten
Der lebt herrlich und in Freuden und gibt den armen Webern Hungerlöhne [G. Hauptm.WeberI]

Thesaurus

Synonymgruppe
Dumping-Lohn · ↗Dumpinglohn · ↗Niedriglohn · extrem niedriger Lohn · schlechte Bezahlung · sehr geringes Gehalt  ●  Hungerlohn  ugs. · miese Bezahlung  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • aus (christlicher) Nächstenliebe · aus reiner Menschenfreundlichkeit · ↗ehrenamtlich · ↗freiwillig · ↗karitativ · ohne Bezahlung · ↗unentgeltlich  ●  einfach so  ugs., salopp · für Gotteslohn  geh. · um Gotteslohn  geh.
  • niedrig bezahlt · schlecht bezahlt · ↗schlechtbezahlt
  • Geringverdiener · ↗Minijobber · auf 450-Euro-Basis Beschäftigter · geringfügig Beschäftigter · geringfügig entlohnter Beschäftigter
  • Leiharbeiter · Leiharbeitnehmer · Leihkraft · ↗Zeitarbeiter · Zeitarbeitnehmer  ●  ↗Job-Nomade  ugs.
  • Billig... · zu Dumpingpreisen · zum Dumpingpreis  ●  unter Wert  Hauptform
  • (das Geld) reicht hinten und vorne nicht · (von etwas) nicht leben und nicht sterben können · kaum über die Runden kommen (finanziell) · so gerade (eben) über die Runden kommen · ums Überleben kämpfen (müssen) · wenig verdienen  ●  jeden Cent zweimal umdrehen müssen  fig. · jeden Pfennig zweimal umdrehen müssen  veraltet, fig. · zum Leben zu wenig, und zum Sterben zu viel sein  sprichwörtlich · zum Sterben zu viel, und zum Leben zu wenig sein  sprichwörtlich

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeiter Arbeitsbedingung Baustelle Kinderarbeit abspeisen arbeiten beschäftigen schuften verdienen verdingen wahr zahlen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hungerlohn‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Wirt beschäftigt ihn zu einem Hungerlohn, aber er beschäftigt ihn.
Die Zeit, 04.01.2010, Nr. 01
Ich habe meinen Vater nachts um drei Uhr aufstehen sehen - für einen Hungerlohn.
Der Tagesspiegel, 28.04.2000
Dort spielt er nun für einen Hungerlohn das Mädchen für alles.
konkret, 1987
Die Leute, die das machten, schufteten wie die Tiere für einen Hungerlohn.
Maltzan, Maria von: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, Berlin: Ullstein 1998 [1986], S. 82
Sie arbeiteten für einen Hungerlohn bei einer Arbeitszeit von zehn bis zwölf Stunden unter furchtbaren gesundheitlichen Bedingungen und wohnten in Slums.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 143
Zitationshilfe
„Hungerlohn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hungerlohn>, abgerufen am 24.05.2019.

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