Hurrapatriotismus, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
WorttrennungHur-ra-pa-tri-otis-mus · Hur-ra-pa-trio-tis-mus · Hur-ra-pat-ri-otis-mus · Hur-ra-pat-rio-tis-mus
WortzerlegungHurraPatriotismus
eWDG, 1969

Bedeutung

abwertend übertriebene und verlogene Vaterlandsliebe
Beispiele:
vor dem Krieg wurde eine Welle des Hurrapatriotismus entfesselt
die Propagierung des Hurrapatriotismus
sich von allem Hurrapatriotismus fernhalten

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gelegentlich überwog der Hurrapatriotismus, und skeptischere politische Führer, zumal auf der Linken, sind überwältigt worden.
Die Zeit, 07.04.2003, Nr. 14
Ein "Hurrapatriotismus" habe keine nennenswerte Anziehungskraft für die jungen Deutschen.
Süddeutsche Zeitung, 27.04.2002
Eine zurückhaltende Gesellschaft sei ihm auch allemal viel lieber als jede Form des Hurrapatriotismus.
Die Welt, 12.10.2001
Als weniger schön wird von uns der Hurrapatriotismus der Heimat, wie er bisweilen in Rundfunk und Presse zum Ausdruck kommt, empfunden.
Brief von Leutnant J. H. vom 25.10.1941. In: Ortwin Buchbender u. Reinhold Sterz (Hgg.), Das andere Gesicht des Krieges, München: Beck, 1982, S. 78
Aber er beschrieb auch eindringlich Polens zweites Gesicht - seinen Hurrapatriotismus, seinen Provinzialismus, seine plumpe Bauernschläue ", schreibt Michnik.
Der Tagesspiegel, 01.10.1999
Zitationshilfe
„Hurrapatriotismus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hurrapatriotismus>, abgerufen am 20.11.2019.

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