Hybris, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Hybris · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungHy-bris · Hyb-ris (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
formal verwandt mithybrid2
Wortbildung formal verwandt mit: ↗hybrid2
eWDG, 1969

Bedeutung

frevelhafter Stolz, Übermut, frevelnde Selbstüberhebung
Beispiele:
eine maßlose, verderbliche Hybris
die Hybris des Tyrannen
seine grenzenlose Überheblichkeit ist Hybris
Der von den Sternen, der Macht und der Erbärmlichkeit seiner Kreaturen dreifach zur Hybris Verführte [Wallenstein] [Wirk. Wort1963]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hybris · hybrid2
Hybris f. ‘Hochmut, Überheblichkeit, Vermessenheit, Frevel’, Übernahme (19. Jh.) von gleichbed. griech. hýbris (ὕβρις). Dazu ohne griech. Vorbild (vielleicht mit formaler Anlehnung an ↗hybrid, s. d.) hybrid2 Adj. ‘hochmütig, überheblich, vermessen’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Anmaßung · ↗Hochmut · Hybris · Selbstüberhöhung · ↗Vermessenheit
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anfall Anflug Arroganz Demut Dummheit Eitelkeit Gier Größenwahn Hysterie Ignoranz Mahnmal Menetekel Monument Nemesis Sinnbild Supermacht bestrafen entlarven grenzen grenzenlos imperial intellektuell menschlich männlich nationalistisch rächen technokratisch unerträglich verführen verleiten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hybris‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im christlichen Denken beginnt alles mit dem Neid als menschlicher Hybris.
Der Tagesspiegel, 12.10.2001
Damals ist der ältere Pitt gegen die selbstgerechte Hybris der britischen Regierung aufgestanden.
Das Reich, 29.06.1941
Unmittelbares Ergreifen des Absoluten ist Hybris und führt zur Selbstzerstörung.
Götting, F.: Goethe. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 16272
Der Chor der Geister besingt warnend die Hybris der Menschen.
Fath, Rolf: Werke - O. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 22505
Spätere literarische Kritik wirft dem technischen Zeitalter seine titanische Hybris vor, den Rausch der Droge Macht.
Weizsäcker, Carl Friedrich von: Bewußtseinswandel, München: Hanser 1988, S. 132
Zitationshilfe
„Hybris“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hybris>, abgerufen am 23.05.2019.

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