Hybris, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Hybris · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Hy-bris · Hyb-ris
Wortbildung  formal verwandt mit: hybrid2
Herkunft aus gleichbedeutend hýbrisgriech (ὕβρις)
eWDG

Bedeutung

frevelhafter Stolz, Übermut, frevelnde Selbstüberhebung
Beispiele:
eine maßlose, verderbliche Hybris
die Hybris des Tyrannen
seine grenzenlose Überheblichkeit ist Hybris
Der von den Sternen, der Macht und der Erbärmlichkeit seiner Kreaturen dreifach zur Hybris Verführte [Wallenstein] [ Wirk. Wort1963]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hybris · hybrid2
Hybris f. ‘Hochmut, Überheblichkeit, Vermessenheit, Frevel’, Übernahme (19. Jh.) von gleichbed. griech. hýbris (ὕβρις). Dazu ohne griech. Vorbild (vielleicht mit formaler Anlehnung an hybrid1, s. d.) hybrid2 Adj. ‘hochmütig, überheblich, vermessen’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Anmaßung · Hochmut · Hybris · Selbstüberhöhung · Vermessenheit
Assoziationen
Psychologie
Synonymgruppe
Arroganz · Blasiertheit · Egozentrik · Einbildung · Eingebildetsein · Eingenommenheit von sich selbst · Exaltiertheit · Hochmut · Narzissmus · Selbstgefälligkeit · Selbstverliebtheit · Stolz · Überheblichkeit · übersteigertes Selbstbewusstsein  ●  Hoffart  veraltend · Dünkel  geh., veraltend · Hybris  geh. · Prätention  geh. · Selbstüberhebung  geh.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Selbstvergötterung  ●  Idiolatrie  fachspr., griechisch
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Hybris‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Hybris‹.

Verwendungsbeispiele für ›Hybris‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im christlichen Denken beginnt alles mit dem Neid als menschlicher Hybris.
Der Tagesspiegel, 12.10.2001
Damals ist der ältere Pitt gegen die selbstgerechte Hybris der britischen Regierung aufgestanden.
Das Reich, 29.06.1941
Unmittelbares Ergreifen des Absoluten ist Hybris und führt zur Selbstzerstörung.
Götting, F.: Goethe. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 16272
Der Chor der Geister besingt warnend die Hybris der Menschen.
Fath, Rolf: Werke - O. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 22505
Spätere literarische Kritik wirft dem technischen Zeitalter seine titanische Hybris vor, den Rausch der Droge Macht.
Weizsäcker, Carl Friedrich von: Bewußtseinswandel, München: Hanser 1988, S. 132
Zitationshilfe
„Hybris“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Hybris>, abgerufen am 05.12.2021.

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