Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Ich, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Ich(s) · Nominativ Plural: Ich(s) · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Grundformich
Wortbildung  mit ›Ich‹ als Erstglied: Ich-AG · Ich-Bewusstsein · Ich-Erzähler · Ich-Erzählung · Ich-Form · Ich-Ideal · Ich-Mensch · Ich-Perspektive · Ich-Roman · Ich-Stärke · Ich-Sucht · Ichbewusstsein · Icherzähler · Icherzählung · Ichform · Ichideal · Ichmensch · Ichperspektive · Ichroman · Ichstärke · Ichsucht · ichbesessen · ichbezogen · ichsüchtig
 ·  mit ›Ich‹ als Letztglied: Nicht-Ich · Über-Ich
eWDG

Bedeutung

die eigene Person, das eigene Sein
Beispiele:
das liebe Ich
mein zweites, anderes Ich
er zauderte lange, dann siegte sein besseres Ich (= siegten seine besseren Regungen)
sein eigenes Ich erforschen, verleugnen, hervorkehren, in den Mittelpunkt rücken
nichts höher schätzen als sein Ich
die Zurückstellung, das Hintansetzen des eigenen Ich
das Umdenken vom Ich zum Wir
sie, die meine Gedanken, mein ganzes Ich beherrschte [ E. T. A. Hoffm.Serapionsbrüder3,162]
Sie beschäftigte sich einzig und allein mit dem eigenen Ich [ BaumKristall158]
Alle Gestalten einer Dichtung … sind Emanationen des dichtenden Ich [ Th. Mann11,12]

Thesaurus

Synonymgruppe
(das) Ego · (das) Ich · (das) Selbst
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Ich‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ich‹.

Andere Apperzeption Bord Complex Ich Product Subject Tätigkeit Wirklich andere denkend eigen empirisch erinnernd erkennend erlebend erzählend gespalten gezeichnet gezeichnete innerst intelligibel lyrisch schreibend sprechend unrettbar vorstellend wahr wollend

Verwendungsbeispiele für ›Ich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Begriff des Objektes ist ursprünglich der Begriff eines anderen Ichs. [Eisler, Rudolf: Philosophen-Lexikon. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 11897]
Diese Simulation eines Ichs ist komisch, vor allem aber traurig. [Die Zeit, 07.09.2009, Nr. 36]
Ich bin ich, ich bin ich als ich, ich spreche hier als viele Ichs. [Die Zeit, 14.04.2004, Nr. 16]
Das Bewußtsein enthält eine »zentrale Richtung«, ein Wählen gemäß dem Wesen des Ichs. [Eisler, Rudolf: Philosophen-Lexikon. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 12331]
Wir markieren jede dieser Schalen unseres sozialen Ichs sehr fein, auch sprachlich. [Die Zeit, 14.02.1994, Nr. 07]
Zitationshilfe
„Ich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ich>.

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