Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Idealität, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Idealität · Nominativ Plural: Idealitäten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Ide-ali-tät · Idea-li-tät
Herkunft Griechisch
eWDG

Bedeutung

das Sein als bloße Idee, Vorstellung
in gegensätzlicher Bedeutung zu Realität
Beispiel:
[ich suchte] für das Gewesene eine neue und starke Idealität, die für mich zugleich eine Art zweiter Realität bilden sollte [ G. Hauptm.4,372]

Typische Verbindungen zu ›Idealität‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Idealität‹.

Verwendungsbeispiele für ›Idealität‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber hier finden wir nichts von geometrischen Idealitäten, nicht den geometrischen Raum, nicht die mathematische Zeit mit allen ihren Gestalten. [Husserl, Edmund: Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie, Hamburg: Meiner 1996 [1936], S. 47]
In einem fast schon barocken, absolutistischen Sinne will sie die Welt ihrer eigenen Idealität unterwerfen. [Die Zeit, 06.10.2008, Nr. 40]
In ihm wird das Spiel gleichsam zu seiner Idealität erhoben. [Gadamer, Hans-Georg: Wahrheit und Methode, Tübingen: Mohr 1960, S. 98]
Seine Lehrer hatten ihn noch zur Idealität erziehen wollen, zu einer Kunst der gebildeten Repräsentation. [Die Zeit, 04.11.2013, Nr. 44]
Seit bald 200 Jahren bedenkt die Welt Schopenhauers Interpretation immanenter Idealität. [Süddeutsche Zeitung, 06.03.2004]
Zitationshilfe
„Idealität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Idealit%C3%A4t>.

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