Idol, das
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Idols · Nominativ Plural: Idole
Aussprache
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Idol‹ als Erstglied: ↗idolisieren  ·  mit ›Idol‹ als Letztglied: ↗Filmidol · ↗Heldenidol · ↗Sportidol · ↗Teenageridol
eWDG, 1969

Bedeutung

Gegenstand der (übermäßigen) Verehrung, Abgott
Beispiele:
ein modernes, gefährliches, falsches, lebensfernes Idol
Nutzen, Gewinn und Einfluss gelten als die Idole unserer Zeit
der Olympiasieger ist das Idol der sportbegeisterten Jugend
dieser Filmschaupieler wurde zum Idol der jungen Mädchen
sein Idol vergöttern, anbeten
seinem Idol anhängen
von seinem Idol träumen, schwärmen
sein gutes Aussehen und eine geschickte Reklame machten ihn zum Idol des Volkes
die Menge erhob den Sieger zu ihrem Idol
in jmdm. sein Idol sehen
alle diese Ideale von einst erweisen sich als recht abgelebte, verschossene Idole [Hofmannsth.ProsaI 168]
Sie [die Menschen] liegen vor jedem Idole im Staube [C. Hauptm.Einhart2, 151]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Idol n. ‘Gegenstand übertriebener Verehrung, vergötterter Mensch, Abgott, Trugbild’, entlehnt (18. Jh.) aus lat. īdōlum ‘körperliches Schattenbild eines Abgeschiedenen, Erscheinung’, griech. é͞idōlon (εἴδωλον) ‘Gestalt, Schatten-, Trugbild’, in der griech.-lat. Bibel- und Kirchensprache ‘Götzenbild’; zu griech. idé͞in (ἰδεῖν) ‘sehen, erblicken’ (s. ↗Idee).

Thesaurus

Synonymgruppe
Galionsfigur · ↗Ikone · ↗Leitbild · Säulenheiliger · ↗Vorbild · lebende Legende · leuchtendes Beispiel · leuchtendes Vorbild  ●  ↗Musterschüler  fig. · ↗Mythos  fig.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Abgott · falscher Gott  ●  ↗Götze  abwertend · ↗Götzenbild  abwertend
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anbetung Autogramm Demontage Fußstapfen Götzen Ideale Idol Ikone Jugend Jugendzeiten Poster Studentenbewegung Teenies Verehrung Vorbild angebeteten anhimmeln avancierte bewunderten einstigen erhaschen erkoren gefeiertes gleichtun huldigen nacheifern verehrt verehrten verstorbenen zujubeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Idol‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und weil das Kind selbst schon so erfolgreich ist, kann es ihrem Idol immer ganz nah sein.
Bild, 19.03.2004
Andererseits sind die Erwartungen an die Idole immer diffuser geworden.
Der Tagesspiegel, 10.02.2001
Es handelt sich um aus gegabelt gewachsenen Bäumen hergestellte Idole.
o. A.: Lexikon der Kunst - E. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 3233
Er schwärmte mir oft halbe Nächte lang von einem neuen Idol vor.
Kubin, Alfred: Die andere Seite, München: Spangenberg 1990 [1909], S. 140
Sie erhob sich, leise aufklatschende nackte Füße, ein fettes Weib mit rollenden Augen, Idol eines Achtzehnjährigen?
Fritsch, Gerhard: Fasching, Hamburg: Rowohlt 1967, S. 105
Zitationshilfe
„Idol“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Idol>, abgerufen am 17.10.2017.

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