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Imitation, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Imitation · Nominativ Plural: Imitationen
Aussprache 
Worttrennung Imi-ta-ti-on
Wortzerlegung imitieren-ation
Wortbildung  mit ›Imitation‹ als Letztglied: ↗Elfenbeinimitation · ↗Holzimitation · ↗Kinderstimmenimitation · ↗Lederimitation · ↗Leinenimitation · ↗Marmorimitation · ↗Pelzimitation · ↗Samtimitation · ↗Tierstimmenimitation
Herkunft aus gleichbedeutend imitātiolat
eWDG

Bedeutung

Nachahmung, Nachbildung
Beispiele:
eine minderwertige, billige, schlechte, gute, verblüffende Imitation
Imitationen anfertigen, darstellen
die Imitation eines Originals, von Stilmöbeln, Edelsteinen, Edelmetallen
was sie bisher für echten, wertvollen Schmuck gehalten hatte, erwies sich als geschickte Imitation
die amüsante Imitation von Tierstimmen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

imitieren · Imitation · Imitator
imitieren Vb. ‘nachahmen’, im 16. Jh. aus gleichbed. lat. imitārī entlehnt, verwandt mit lat. imāgo ‘Erscheinung’. Häufig ist das Part.adj. imitiert ‘nachgemacht, künstlich, nicht echt’. Imitation f. ‘Nachahmung, Kopie, künstliches, unechtes Erzeugnis’ (16. Jh.), lat. imitātio (Genitiv imitātiōnis). Imitator m. ‘Nachahmer’ (19. Jh.), lat. imitātor.

Thesaurus

Synonymgruppe
Imitat · Imitation · ↗Nachahmung · ↗Nachbildung
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Abklatsch · ↗Attrappe · ↗Falsifikat · ↗Fälschung · Imitat · Imitation · ↗Klischee · ↗Kopie · ↗Nachahmung · ↗Nachbildung · ↗Plagiat · ↗Schablone · ↗Simulation · Simulierung · Vorspiegelung falscher Tatsachen · Vortäuschung falscher Tatsachen · potemkinsches Dorf  ●  ↗Fake  ugs., engl. · ↗Mimikry  fachspr.
Assoziationen
  • Möchtegern... · billiges Imitat · ↗nachgemacht  ●  (...) für Arme  ugs. · ...-Verschnitt  ugs. · ↗...verschnitt  ugs.
  • billiger Abklatsch · müder Abklatsch · schlechte Kopie
  • Möchtegern- · Provinz-... · ↗amateurhaft · ↗dilettantenhaft · ↗dilettantisch · gut gemeint, aber schlecht gemacht · gut gewollt, aber schlecht gekonnt · ↗hobbymäßig · ↗laienhaft · nicht ernst zu nehmen · ↗stümperhaft · ↗unprofessionell · ↗unqualifiziert  ●  Hinterhof-...  ugs. · Hintertreppen-...  ugs. · Hobby-...  ugs. · Küchen-...  ugs. · Wald- und Wiesen-...  ugs. · ↗unmöglich  ugs., emotional
  • Original · ↗Originaldokument · ↗Urfassung · ↗Urschrift · ↗Urtext
  • nicht vollwertig · ↗reduziert  ●  ... light (nachgestellt)  engl., fig. · Schmalspur...  fig., abwertend · abgespeckt  fig. · nur das Nötigste  variabel · kein richtiger ... (keine richtige ... / kein richtiges ...)  ugs. · nicht das volle Programm  ugs.
  • Kopie · ↗Nachbau · ↗Nachbildung · ↗Replik · ↗Replikation · ↗Reproduktion  ●  ↗Ektypus  geh., griechisch · Gleichstück  geh. · ↗Replika  fachspr. · ↗Replikat  fachspr.
  • epigonal · ↗epigonenhaft · nachahmend · nicht eigenständig · nicht kreativ · ↗unschöpferisch  ●  ↗eklektisch  geh. · in der Manier von  geh. · schon dagewesen  ugs.
  • Vorbild sein (für)  ●  (die) Blaupause liefern (für)  fig., variabel · (die) Vorlage darstellen (für)  Hauptform · (sich) bedienen (bei)  fig. · Modell stehen (für)  fig. · Pate stehen (für)  fig.
  • (ohne Kenntlichmachung) übernommen  ●  (woanders) abgeschrieben  ugs. · abgekupfert  ugs., negativ · geklaut  derb · plagiiert  fachspr.
  • erfunden · ↗falsch · gefälscht · ↗unecht · ↗unrichtig · ↗unwahr  ●  getürkt  ugs.
  • Maskenspiel  ●  ↗Maskerade  auch figurativ · ↗Mummenschanz  auch figurativ
Synonymgruppe
Darstellung · Imitation · ↗Maskerade · ↗Mime · ↗Schauspiel · ↗Verkörperung
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Imitation‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Imitation‹.

Verwendungsbeispiele für ›Imitation‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sein Text wird so zu einem riesigen Netz von Zeichen, zu einer endloser Imitation aller anderen Texte.
Die Welt, 07.10.2000
Es klingt mehr nach unbewußter Imitation als nach bewußtem Training.
Der Spiegel, 02.11.1981
Bei Imitationen zwischen rechter und linker Hand sei gleichartig zu verzieren.
Dadelsen, Georg von: Verzierungen. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1966], S. 16646
In Aquarellkästen sind gegenwärtig unter diesen Bezeichnungen nur noch Imitationen ungiftiger Art eingeordnet.
o. A.: Lexikon der Kunst - S. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 30978
Die Imitation ist aus dem geheimen Rhythmus alles Kosmischen geboren.
Spengler, Oswald: Der Untergang des Abendlandes, München: Beck 1929 [1918], S. 238
Zitationshilfe
„Imitation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Imitation>, abgerufen am 22.01.2021.

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