Immatrikulation, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Immatrikulation · Nominativ Plural: Immatrikulationen
Aussprache
WorttrennungIm-ma-tri-ku-la-ti-on · Im-mat-ri-ku-la-ti-on
HerkunftLatein
eWDG, 1969

Bedeutung

Aufnahme eines Studenten in eine Hochschule, Einschreibung in die Matrikel
Gegenwort zu Exmatrikulation
Beispiele:
die feierliche Immatrikulation
die Immatrikulation vollziehen
die Immatrikulation fand in der Aula der Universität statt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Matrikel · immatrikulieren · Immatrikulation · Exmatrikulation · exmatrikulieren
Matrikel f. ‘Namen-, Aufnahmeverzeichnis’ (der an einer Universität Studierenden), frühnhd. Matrikul (16. Jh.), entlehnt aus lat. mātrīcula ‘öffentliches Verzeichnis, Liste’, einer Deminutivbildung zu lat. mātrīx ‘Muttertier, Stammutter, Gebärmutter, Stammrolle, öffentliches Verzeichnis’, das von lat. māter ‘Mutter’ abgeleitet ist. Die Bedeutung ‘öffentliches Verzeichnis, Liste’ entsteht wohl unter Einfluß von griech. Mētrṓon (Μητρῷον) ‘Tempel der großen Mutter, Kybele, der zugleich das Staatsarchiv mit allen Gesetzen, Volksbeschlüssen und Dokumenten enthält’, abgeleitet von griech. mḗtēr (μήτηρ) ‘Mutter’. immatrikulieren Vb. ‘in die Matrikel einer Universität aufnehmen, einschreiben’ (16. Jh.), aus mlat. immatriculare ‘amtlich eintragen’, das in der lat. Gelehrtensprache der Humanisten im 15. Jh. für älteres īnscrībere, intitulāre eingeführt wird. Dazu Immatrikulation f. ‘Aufnahme an einer Universität’ (18. Jh.). Die entsprechenden Gegenwörter sind Exmatrikulation f. ‘Streichung aus der Matrikel, Abgang von einer Universität’ (17. Jh.) und exmatrikulieren Vb. ‘aus der Matrikel streichen, von einer Universität entlassen’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Einschreibung · Immatrikulation

Typische Verbindungen
computergeneriert

Exmatrikulation Hochschule Rückmeldung Semester Student Studierende Universität Voraussetzung befristet feierlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Immatrikulation‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Immatrikulation, heute ein bürokratischer Akt, war damals ein gesellschaftliches Ereignis.
Süddeutsche Zeitung, 22.05.2003
Der Student muss noch nicht mit der Immatrikulation entscheiden, ob er Lehrer werden will.
Der Tagesspiegel, 18.11.2001
Dann gestattete man ihm, nach Kasan zurückzukehren, doch verweigerte ihm die Universität eine Erneuerung seiner Immatrikulation.
Gitermann, Valentin: Die Russische Revolution. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 14719
Die Immatrikulation war bis jetzt der Frau an keiner deutschen Universität gewährt, nur als Zuhörerin wird sie zugelassen.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 28933
Und in dem Lebenslauf, den er mit den Bewerbungspapieren für die Immatrikulation abschickte, nannte er das den Beginn der entscheidenden Etappe.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 305
Zitationshilfe
„Immatrikulation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Immatrikulation>, abgerufen am 12.12.2019.

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