Implikation, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungIm-pli-ka-ti-on (computergeneriert)
Grundformimplizieren
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
bildungssprachlich das Implizieren; Bedeutung; Einbeziehung einer Sache in eine andere
2.
Philosophie, Sprachwissenschaft auf der Folgerung »wenn …, dann …« beruhende logische Beziehung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

implizieren · implizit · implizite · Implikation
implizieren Vb. ‘mit einschließen, einbeziehen’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. implicāre ‘hineinwickeln, um etw. schlingen, in etw. verwickeln, verwirren’; zu lat. plicāre ‘(zusammen)falten’. Aus dem zugehörigen Part. Perf. lat. implicitus (neben implicātus) stammt implizit Adj. ‘mit eingeschlossen, mit enthalten, nicht entfaltet’, dessen Adverbform lat. implicitē im Dt. implizite Adv. (neuerdings dafür auch implizit) ‘einschließlich, inbegriffen’ ergibt (18. Jh.). S. auch ↗explizieren. Implikation f. ‘Einbeziehung, Beziehung zwischen zwei Sachverhalten’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. implicātio (Genitiv implicātiōnis) ‘Verwicklung, Verflechtung’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Auswirkung · Implikation · ↗Verwicklung
Synonymgruppe
Folgerung · ↗Konklusion · ↗Konsequenz · ↗Rückschluss · ↗Schlussfolgerung · logische Folgerung  ●  Implikation  fachspr.
Unterbegriffe
Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Wenn-dann-Aussage  ●  Implikation  fachspr. · ↗Konditional  fachspr. · ↗Subjunktion  fachspr. · materiale Implikation  fachspr.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

anthropologisch außenpolitisch erkenntnistheoretisch ethisch gesellschaftlich gesellschaftspolitisch ideologisch innenpolitisch juristisch kategorial lehrmäßig metaphysisch moralisch negativ normativ offenkundig philosophisch politisch psychologisch rassistisch rechtlich sozialpolitisch soziologisch theologisch theoretisch verbunden verfassungsrechtlich weitreichend ästhetisch ökonomisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Implikation‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wir haben eigentlich nur mit technischen Fragen zu tun, und es gebe allenfalls politische Implikationen bei diesen Entscheidungen.
Die Welt, 29.07.2000
Aufgrund ihrer Implikationen ist jede Frage auch stets als Deutung wirksam.
Weber, Gunthard u. Simon, Fritz B.: Systemische Therapie. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 28460
An eben diesen Implikationen entzündet sich auch die vehemente Kritik, die dem ganzen System heute entgegengebracht wird.
Die Zeit, 04.05.1973, Nr. 19
Die deutlich politischen Implikationen dieser Theorie haben ihre Diskussion erschwert und wohl mitunter auch beeinflußt.
Bauer, Wolfgang: China. Verwirklichungen einer Utopie. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1965], S. 21798
Ohne weiteres leuchtet die gegenseitige Implikation von Form und Struktur ein.
Hartmann, Nicolai: Der Aufbau der realen Welt, Berlin: de Gruyter 1940, S. 383
Zitationshilfe
„Implikation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Implikation>, abgerufen am 16.06.2019.

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