Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Import, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Import(e)s · Nominativ Plural: Importe
Aussprache 
Worttrennung Im-port
Herkunft vgl. gleichbedeutend importengl < importārelat ‘hineintragen, einführen, verursachen’
eWDG

Bedeutungen

1.
Einfuhr von Waren aus dem Ausland
in gegensätzlicher Bedeutung zu Export
Beispiele:
der Import aus Italien, Ungarn, Polen
der Import von Kohle, Erz, Textilien
das Steigen, Sinken des Imports, der Importe
den Import fördern, ankurbeln, beschränken, sperren
das Verhältnis von Import und Export
2.
eingeführte Ware
Beispiele:
der Handel mit Importen
das Angebot an, von Importen steigt
bei dem Stoff handelt es sich um einen Import
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

importieren · Import · Importeur
importieren Vb. ‘(Waren) aus dem Ausland einführen’, Ende des 18. Jhs. entlehnt aus gleichbed. engl. to import, das auf lat. importāre ‘hineintragen, einführen, verursachen’ zurückgeht. Aus ‘verursachen’ entwickelt ital. importare die Bedeutung ‘wichtig, bedeutsam sein’, die frz. importer und von daher auch engl. to import übernimmt; in diesem Sinne (frz. und engl. Gebrauch folgend) begegnet importieren vereinzelt bereits im Dt. des 17. Jhs. Ebenfalls aus dem Engl. stammt Import m. ‘(Waren)einfuhr’ (18. Jh.), Übernahme des gleichbed. substantivierten Infinitivs engl. import. Unter dem Einfluß der engl. nationalökonomischen Literatur setzen sich Verb und Substantiv als Fachwörter des Handels und Warenaustauschs auch im Frz. durch; das zunächst seltene (nur mfrz. im 14. Jh., aus dem Lat.) frz. importer ‘(Waren) einführen’ wird durch Neuentlehnung aus dem Engl. wieder aufgenommen (17. Jh.). Importeur m. ‘Einfuhrkaufmann’ (19. Jh.), frz. (älter) importeur (neben importateur); im Dt. (19. Jh.) auch latinisiert Importator.

Thesaurus

Synonymgruppe
Einfuhr · Import

Typische Verbindungen zu ›Import‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Import‹.

Verwendungsbeispiele für ›Import‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Andere stehen nach dem Import an falscher Stelle; das zerstört die Struktur der ursprünglichen Site. [C’t, 2000, Nr. 4]
Das gilt mindestens für den fehlerfreien Import dieser Daten, besser auch für den Export. [C’t, 1999, Nr. 3]
In Money annullierte Buchungen werden beim Import fälschlicherweise mit übernommen. [C’t, 1998, Nr. 1]
Doch obwohl es einige der getesteten Programme gestatten, benutzerdefinierte Felder einzurichten, ist ein Import in solche Felder meist nicht vorgesehen. [C’t, 1998, Nr. 3]
Bisher ist ein Import gerade durch Juden für kein einziges Rechtsinstitut sicher nachweisbar. [Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 479]
Zitationshilfe
„Import“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Import>.

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