Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Impressum, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Impressums · Nominativ Plural: Impressen
Aussprache 
Worttrennung Im-pres-sum
Herkunft zu imprimerelat ‘eindrücken, aufdrücken’
eWDG

Bedeutung

Druckerei, Verlagswesen gesetzlich vorgeschriebene Angaben über Verlagslizenz, Copyright, Verlagsort, Satz, Druck und Einband in Büchern, über Herausgeber und Schriftleitung in Zeitungen und Zeitschriften
Beispiel:
im Impressum ist vermerkt, für welches Alter das Kinderbuch geeignet ist
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Impressum n. ‘eingedruckter Text, der die an Herstellung und Herausgabe eines Druckerzeugnisses Beteiligten nennt’; lat. impressum, Part. Perf. zu lat. imprimere ‘eindrücken, aufdrücken’. Terminus seit dem Reichspressegesetz von 1874, nach dem jede Druckschrift einen Druckvermerk, das Impressum, tragen muß; zu Anfang des 19. Jhs. noch mit der Bedeutung ‘etw. Gedrucktes, ein gedrucktes Blatt’. Die Sache entwickelt sich um 1500 mit dem Titelblatt und löst das Kolophon (griech. κολοφών ‘Schluß, Ende einer Rede oder Buchrolle’, eigentlich ‘das Höchste, Gipfel’), die Schlußschrift ab, die zuerst auf babylonischen Tontafeln, später auch in Handschriften und frühen Drucken Angaben über Verfasser, Titel, Schreiber, Auftraggeber u. ä. bringt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Erscheinungsvermerk · Impressum

Typische Verbindungen zu ›Impressum‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Impressum‹.

Verwendungsbeispiele für ›Impressum‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im Impressum des aktuellen Hefts gibt es ihn nun nicht mehr. [Süddeutsche Zeitung, 13.01.1998]
Im Impressum ist keiner der sozialistischen Leiter mehr zu finden. [Die Zeit, 13.03.1992, Nr. 12]
Übernahmen in andere Länder gibt es weltweit in 19 Sprachen, allerdings wenig Arbeit für Übersetzer, da meist nur Titel und Impressum betroffen sind. [Die Zeit, 15.05.2007, Nr. 21]
Als ich deinen Namen nicht im Telefonbuch fand, habe ich ins Impressum der Rheinischen Post geschaut. [Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 265]
Vergangenes Jahr standen im Impressum noch 27 Namen, in der aktuellen Nummer ist es nur noch knapp die Hälfte. [Die Zeit, 08.02.2010, Nr. 06]
Zitationshilfe
„Impressum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Impressum>.

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