Indikation, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Indikation · Nominativ Plural: Indikationen
Aussprache 
Worttrennung In-di-ka-ti-on
Wortbildung  mit ›Indikation‹ als Erstglied: ↗Indikationenmodell · ↗Indikationsmodell  ·  mit ›Indikation‹ als Letztglied: ↗Gegenindikation · ↗Operationsindikation
Herkunft aus indicātiolat ‘Anzeige des Preises, Ansatz, Taxe’ < indicārelat ‘anzeigen, entdecken, bekanntmachen’
eWDG

Bedeutung

Medizin Umstände und Beweggründe, durch die ein bestimmtes Heilverfahren angezeigt ist
Beispiele:
eine medizinische, soziale Indikation
eine Schwangerschaftsunterbrechung aus sozialer Indikation wird empfohlen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Indikativ · Indikation · Indikator
Indikativ m. Wirklichkeitsform des Verbs, im 18. Jh. entlehnt aus dem bereits bei den römischen Grammatikern üblichen Terminus spätlat. (modus) indicātīvus, eigentlich ‘zum Aussagen, Anzeigen geeignet’; zu lat. indicāre (indicātum) ‘anzeigen, entdecken, bekanntmachen’ (s. auch ↗Index). Vorauf gehen Übersetzungsversuche wie anzeigende Weise (um 1500), Anzeigungsweise (17. Jh.). Indikation f. ‘Anzeichen, Kennzeichen, Merkmal, aus der Diagnose sich ergebende Anwendung bestimmter medizinischer Behandlungsmethoden’ (19. Jh.); lat. indicātio (Genitiv indicātiōnis) ‘Anzeige des Preises, Ansatz, Taxe’. Indikator m. ‘Anzeiger’ für bestimmte chemische Reaktionen bzw. physikalische Prozesse (19. Jh.), spätlat. indicātor ‘wer etw. zu erkennen gibt, bekanntmacht’.

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Heilanzeige  ●  Indikation  fachspr.

Typische Verbindungen zu ›Indikation‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Indikation‹.

Verwendungsbeispiele für ›Indikation‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber es gibt auch noch keine Indikationen für eine substanzielle Belebung.
Der Tagesspiegel, 16.10.2002
Dabei führt die »ökonomische Indikation« nicht selten sogar zu falsch-positiven Diagnosen.
Die Zeit, 16.12.1999, Nr. 51
Gefahren für das Kind stellen keine Indikation für eine S. dar.
Vasterling, H. W.: Schwangerschaftsunterbrechung. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 41894
Es handelte sich also um eine ähnliche Indikation wie in dem späteren Adjektiv »total«.
Arendt, Hannah: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, Frankfurt a. M.: Europäische Verl.-Anst. 1957 [1955], S. 332
Eine »soziale Indikation« zur stationären Behandlung ist ausdrücklich anerkannt, wenn auch an strenge Kriterien gebunden.
Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - G. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 28922
Zitationshilfe
„Indikation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Indikation>, abgerufen am 12.05.2021.

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