Infinitiv, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Infinitivs · Nominativ Plural: Infinitive
Aussprache
WorttrennungIn-fi-ni-tiv (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1969

Bedeutung

Sprachwissenschaft nicht durch Person, Zahl oder Modus bestimmte Grundform des Verbs
Beispiel:
der Infinitiv zu ›ruft‹ ist ›rufen‹
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Infinitiv m. Grund-, Nennform des Verbs. Im 18. Jh. wird der grammatische Terminus lat. (modus) īnfīnītīvus (zu lat. īnfīnītus ‘unbegrenzt, unbestimmt’ durch Person und Zeit) in der dt. Grammatik zu Infinitiv eingedeutscht. Vorauf gehen zahlreiche Übersetzungsversuche, zu den frühesten zählen der vnender (‘Unender’, d. h. ohne Personalendung), der gemaine, die vngeente (‘ungeendete’) waiß (um 1400 in dt. Ausgaben des Donat), der vngeent (15. Jh.).
OpenThesaurus (09/2016)

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Oberbegriffe
  • Verbform · Verbkategorie
  • infinite Verbform
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So tut sich etwa der Würzburger durch das Verschlucken des Infinitivs hervor.
Süddeutsche Zeitung, 27.02.2002
Bei unregelmäßigen Verben präsentiert es etwa den Infinitiv mit allen Stammformen.
C't, 1997, Nr. 1
Ich habe ein Zitat, da kommt eine Reihung von sechs Infinitiven vor.
Die Zeit, 16.12.1977, Nr. 51
Die Kommasetzung beim Infinitiv mit zu zu erklären, sei heute genau so kompliziert wie damals.
Die Welt, 10.08.2004
Im gut gelungenen und ebenfalls poppig gestalteten Verbtrainer geht es um Infinitiv, Partizip und Vergangenheitsform.
C't, 2001, Nr. 9
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akkusativ Imperativ Infinitiv Komma Partizip Verben erweiterten persönlichen substantivierten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Infinitiv‹.

Worthäufigkeit

selten häufig

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