Inkarnation, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Inkarnation · Nominativ Plural: Inkarnationen
Aussprache 
Worttrennung In-kar-na-ti-on
Wortzerlegung inkarnieren-ation
Herkunft aus incarnātiokirchenlat ‘Fleischwerdung, Menschwerdung (Christi)’ < incarnārekirchenlat ‘zu Fleisch werden, Mensch werden’ < carolat ‘Fleisch’
eWDG

Bedeutung

Verkörperung von etw. Geistigem
Beispiele:
Religiondie Inkarnation (= Menschwerdung) Christi
die Musen, diese Inkarnationen unseres Strebens nach Schönheit und Harmonie [ HagelstangeSpielball210]
Damals ... schien sie ihm eine Inkarnation kindlicher Reinheit zu sein [ G. Hauptm.2,39]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Inkarnation f. ‘Fleischwerdung (Christi), Verkörperung’, Übernahme (18. Jh.) von kirchenlat. incarnātio (Genitiv incarnātiōnis) ‘Fleischwerdung, Menschwerdung (des Gottessohnes)’, zu kirchenlat. incarnāre, meist passivisch ‘zu Fleisch werden, Mensch werden’; vgl. lat. caro (Genitiv carnis) ‘Fleisch’. Seit dem 19. Jh. auch in übertragenem Sinne ‘Verkörperung, Erscheinung’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Fleischwerdung · Inkarnation · ↗Menschwerdung · ↗Verkörperung
Synonymgruppe
Exempel · ↗Inbegriff · Inkarnation · ↗Muster (an) · ↗Musterbeispiel · ↗Musterfall · ↗Paradebeispiel · ↗Vorzeigebeispiel · sehr gutes Beispiel (für)  ●  ↗Beispiel  Hauptform · ↗Ausbund (an / von)  geh. · ↗Ausgeburt (einer Sache / an etwas)  geh., abwertend
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Inkarnation‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Inkarnation‹.

Verwendungsbeispiele für ›Inkarnation‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine Inkarnation ist so verstanden eine Chance, sich geistig höher zu entwickeln.
Süddeutsche Zeitung, 08.02.1999
Denn der gelte dortzulande als "die Inkarnation des bösen Deutschen".
Der Spiegel, 16.02.1981
Er war zu Musik, zu Klang, zur Inkarnation einer dröhnenden Sehnsucht geworden.
Klabund: Kunterbuntergang des Abendlandes. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1922], S. 10449
Darum sei die Behauptung einer Inkarnation dem verborgenen Gott gegenüber »Gotteslästerung«.
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 2256
Dieser Name bedeutete einer ganzen Generation die Inkarnation der Reklame.
Schalcher, Traugott: Die Reklame der Straße, Wien: C. Barth 1927, S. 7
Zitationshilfe
„Inkarnation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Inkarnation>, abgerufen am 20.01.2021.

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