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Innung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Innung · Nominativ Plural: Innungen
Aussprache 
Worttrennung In-nung (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Innung‹ als Erstglied: Innungskrankenkasse · Innungsmeister · Innungsmitglied · Innungsversammlung · Innungswesen
 ·  mit ›Innung‹ als Letztglied: Brauerinnung · Bäckerinnung · Fischerinnung · Fleischerinnung · Handwerksinnung · Schuhmacherinnung · Weberinnung · Zwangsinnung
eWDG

Bedeutung

(freiwillige) Vereinigung selbstständiger Handwerker zu einer Körperschaft
Beispiele:
die Innung der Bäcker, Brauer, Maler, Schuhmacher, Weber
sich zu einer Innung zusammenschließen
Innungen reihten sich an, farbig uniformiert eine jede, mit überladenen Tressenhüten [ B. FrankTrenck128]
umgangssprachlich, scherzhaft, übertragen
Beispiel:
du blamierst ja noch die ganze Innung (= uns alle)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Innung f. ‘Verband von Handwerkern, Berufsvereinigung’, mhd. innunge ‘Aufnahme, Verbindung’, spätmhd. ‘Verbindung (zu einer Körperschaft), Verband’, mnd. inninge sind Verbalabstrakta zu dem im Nhd. untergegangenen Verb ahd. innōn ‘aufnehmen’, reflexiv ‘sich einreihen, sich zugesellen’ (um 1000), mhd. innen ‘haben, besitzen, aufnehmen, erinnern’, reflexiv ‘sich anschließen, innig verbinden’, einer Bildung zu den entsprechenden Formen von inne (s. in).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gewerk (Bau) · Gilde · Innung · Zunft
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Innung‹ (berechnet)

Bauhandwerk Beschluß Betrieb Elektrohandwerk Gebäudereiniger Geschäftsführer Hauptgeschäftsführer Haus Kfz-gewerbe Kfz-handwerk Kraftfahrzeug-gewerbe Kraftfahrzeug-handwerk Kraftfahrzeuggewerbe Kraftfahrzeughandwerk Kreishandwerkerschaft Lehrlingswart Metallhandwerk Mitglied Mitgliedsbetrieb Obermeister Raumausstatter Referent Taxigewerbe angeschlossen blamieren feiern offenbacher osnabrücker präsentieren zugestehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Innung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Innung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die verbliebenen Handwerker versuchten in allen deutschen Ländern, sich in Innungen neu zu organisieren. [Die Zeit, 05.12.1997, Nr. 50]
Knapp 100 Fälle hat die Innung inzwischen registriert, in denen schon sehr viel früher deutliche Schäden aufgetreten sind. [Die Zeit, 02.08.2007, Nr. 32]
Die Wut unter den Handwerkern sei groß, berichten die Innungen. [Süddeutsche Zeitung, 20.08.1998]
Aber heute würde es jeder bessere Künstler weit von sich weisen, zu so einer Innung zu gehören. [Süddeutsche Zeitung, 12.10.1994]
Die Zeiten besserten sich, zumindest die für die Innung der Friseure. [Wondratschek, Wolf: Mozarts Friseur, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 23]
Zitationshilfe
„Innung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Innung>.

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