Intellekt, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Intellekt(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung In-tel-lekt
Wortbildung  mit ›Intellekt‹ als Erstglied: ↗intellektuell
Herkunft zu intellēctuslat ‘Verstehen, Erkenntnisvermögen’ < intellegerelat ‘innewerden, verstehen, erkennen’ (intelligent)
eWDG

Bedeutung

Verstand, Denkvermögen
Beispiele:
der Intellekt des Menschen, Kindes
Intellekt haben, besitzen
Ein König, der Intellekt und Tat gleich hoch hielt [ H. MannZeitalter398]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Intellekt · intellektuell · Intellektueller · Intellektualismus
Intellekt m. ‘Verstand, Denkvermögen’ (19. Jh., ein vereinzelter Frühbeleg Intellect 16. Jh.), aus lat. intellēctus ‘Verstehen, Erkenntnisvermögen’, Verbalsubstantiv zu lat. intellegere (intellēctum) ‘innewerden, verstehen, erkennen’ (s. ↗intelligent). intellektuell Adj. ‘den Verstand betreffend, rein geistig, verstandesmäßig’ (18. Jh.), Übernahme von frz. intellectuel, nach spätlat. intellēctuālis; daneben, direkt aus dem Lat., auch intellectualisch (18. Jh.) und intellectual (19. Jh.). Substantiviert Intellektueller m. ‘Verstandesmensch, geistig Schaffender’ (um 1900; wohl nach frz. manifeste des intellectuels, Zola 1898). Intellektualismus m. ‘Überbetonung der Rolle des Verstandes im Erkenntnisprozeß bei Unterschätzung der Praxis und der Intuition’ (19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Intellekt‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Intellekt‹.

Verwendungsbeispiele für ›Intellekt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er ist ein Mann des scharfen Wortes, von hohem Intellekt und kabbelt auch gerne.
Süddeutsche Zeitung, 07.02.2004
Tief in sich versunken spricht er zu mir von seinem „Weg“ über den Intellekt hinaus, von einer spirituellen „Erfahrung“, von einem „Erlebnis“.
Die Zeit, 30.05.1980, Nr. 23
Ein grenzdebiles Kind kann durch beste therapeutische Hilfe seinen Intellekt nicht wesentlich aufbessern.
Werner, Reiner: Das verhaltensgestörte Kind, Berlin: Dt. Verl. d. Wiss. 1973 [1967], S. 173
Als reiner Akt ist G. Intellekt, und als solcher enthält er alle Ideen.
Klein, J.: Gott. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 16438
Sein wertvollstes Organ war eben der Intellekt und die durch ihn vermittelte klare Erkenntnis.
Jung, Carl Gustav: Psychologische Typen. In: ders., Gesammelte Werke, Bd. VI, Zürich u. a.: Rascher 1967 [1921], S. 10
Zitationshilfe
„Intellekt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Intellekt>, abgerufen am 28.02.2021.

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