Interpunktion, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Interpunktion · Nominativ Plural: Interpunktionen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungIn-ter-punk-ti-on
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Interpunktion‹ als Erstglied: ↗Interpunktionsregel · ↗Interpunktionszeichen
eWDG, 1969

Bedeutung

Sprachwissenschaft Zeichensetzung
Beispiele:
die Interpunktion anwenden
die Regeln der Interpunktion
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Interpunktion · interpunktieren
Interpunktion f. ‘Satzzeichensetzung’. Zu lat. interpungere (interpūnctum) ‘einen Punkt zwischen zwei Wörter setzen’ (vgl. lat. pungere ‘stechen’, s. ↗Punkt) gebildetes lat. interpūnctio (Genitiv interpūnctiōnis) ‘Scheidung, Trennung der Wörter durch Punkte’ wird in seiner lat. Form in dt. Sprachlehren aufgenommen (17. Jh.); daneben stehen Synonyme bzw. Übersetzungen wie Distinktion, Unterscheidung, Schriftscheidung, Tüpfelung (ebenfalls 17. Jh.). Eindeutschung zu Interpunktion erfolgt Anfang des 18. Jhs. interpunktieren Vb. (19. Jh.).

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Interpunktion · Satzzeichensetzung · ↗Zeichensetzung

Typische Verbindungen
computergeneriert

Eindeutschung Fremdwort Grammatik Kleinschreibung Orthographie Rechtschreibung Regel Schreibweise Silbentrennung Syntax Trennung Verzicht Worttrennung Zusammenschreibung eigenwillig fehlend korrekt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Interpunktion‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Heute erkennt man diesen Stil, wenn er gut ausgeübt wird, auch bald an der Interpunktion.
Die Zeit, 18.08.2005, Nr. 34
Bei den angeblich etymologischen Schreibungen und in der Interpunktion ändert sich nichts.
Süddeutsche Zeitung, 28.08.2004
Die Interpunktion erschwert nicht selten das Verständnis und müßte gründlich durchgesehen werden.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1929, S. 667
Für die kompositorische Gliederung in Phrasen behielt Rousseau den grammatischen Begriff der Interpunktion bei.
Hoke, Hans Gunter: Phrasierung. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1962], S. 17841
Da sich keiner mehr so recht konzentrieren konnte, lasen Rita und ich abwechselnd je ein Wort und Helmut John die Interpunktion.
o. A.[Autorenkollektiv am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin]: Sozialistische Projektarbeit im Berliner Schülerladen Rote Freiheit. Frankfurt: Fischer Bücherei 1971, S. 188
Zitationshilfe
„Interpunktion“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Interpunktion>, abgerufen am 23.11.2019.

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