Intervall, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Intervalls · Nominativ Plural: Intervalle
Aussprache
WorttrennungIn-ter-vall
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Intervall‹ als Erstglied: ↗Intervallfasten · ↗intervallisch  ·  mit ›Intervall‹ als Letztglied: ↗Konfidenzintervall · ↗Serviceintervall
eWDG, 1969

Bedeutung

Zeitraum zwischen zwei begrenzenden Punkten
Beispiele:
ein Intervall von zehn Jahren
etw. kehrt in Intervallen wieder, wird in (gleichmäßigen) Intervallen unterbrochen
Musik Höhenunterschied zwischen zwei gleichzeitig oder nacheinander erklingenden Tönen
Beispiel:
ein harmonisches, melodisches, dissonantes Intervall
Mathematik Gesamtheit der Zahlen, die zwischen zwei begrenzenden Zahlen liegen
Beispiel:
ein abgeschlossenes, halboffenes, offenes Intervall
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Intervall n. ‘Zeitabstand, Zwischenraum, Unterbrechung’, in der Musik ‘Stufe, Abstand zweier Töne’, Entlehnung (17. Jh.), zunächst als musikalischer Terminus, aus lat. intervallum (in der Musik) ‘Stufe, Zwischenraum, Pause’, eigentlich ‘Raum zwischen zwei Schanzpfählen’ (aus lat. inter vallōs, s. ↗inter- und ↗Wall), danach ‘Zwischenraum, Entfernung, Zwischenzeit, Pause, Unterschied’. Im Dt. seit dem 18. Jh. auch in dem dem Lat. folgenden allgemeinen Gebrauch geläufig.

Thesaurus

Synonymgruppe
(zeitlicher) Abstand · (zeitliches) Intervall · ↗Dauer · ↗Frist · ↗Periode · ↗Phase · ↗Spanne · ↗Weile · ↗Zeit · ↗Zeitabschnitt · ↗Zeitabstand · ↗Zeitdauer · ↗Zeitdifferenz · ↗Zeitintervall · ↗Zeitlang · ↗Zeitrahmen · ↗Zeitraum  ●  ↗Zeitspanne  Hauptform
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akkord Halbton Konsonanz Manipel Millisekunde Oktave Quart Quarte Quint Quinte Septime Terz Tetrachord Tonart Tonhöhe Tonleiter Zahlenverhältnis chromatisch diatonisch dissonant einstellbar imperfekt konsonant konstitutiv krankheitsfrei melodisch temperiert unregelmäßig vermindert zählbar

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Intervall‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die elektronische Musik ermöglicht dem Komponisten, kleinste Intervalle verschiedener Größe nach Belieben in die Komposition einzuführen.
o. A.: E. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 17991
Man sitzt in Intervallen von dreißig Minuten, zwischen denen man Zeit hat, kurz die Beine zu wechseln.
Die Zeit, 26.01.1987, Nr. 04
Die Zahl der vom Ohr wahrnehmbaren Intervalle ist durchaus nicht unendlich groß.
Rohwer, Jens u. a.: Intervall. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1957], S. 40020
Dieser vollzieht sich de facto kontinuierlich in Intervallen von heißen und kalten Phasen, letztere fälschlich Frieden genannt.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 2, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 886
Mal klagen Bürger, dass eine Straße nicht im vorgeschriebenen Intervall gefegt wird.
Die Welt, 08.11.2002
Zitationshilfe
„Intervall“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Intervall>, abgerufen am 11.12.2019.

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