Intervention, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Intervention · Nominativ Plural: Interventionen
Aussprache 
Worttrennung In-ter-ven-ti-on
Wortbildung  mit ›Intervention‹ als Erstglied: ↗Interventionismus · ↗Interventionskrieg · ↗Interventionsmaßnahme · ↗Interventionsmöglichkeit · ↗Interventionspolitik · ↗Interventionstruppe · ↗Interventionsverbot
 ·  mit ›Intervention‹ als Letztglied: ↗Krisenintervention · ↗Militärintervention · ↗Staatsintervention · ↗US-Intervention
Herkunft aus gleichbedeutend interventionfrz
eWDG

Bedeutung

das (vermittelnde) Eingreifen, Einmischen in eine Angelegenheit
Beispiele:
eine persönliche, erfolglose Intervention
eine Intervention der Generäle bei der Regierung hatte Erfolg
Politik gewaltsame Einmischung eines Staates in die inneren Angelegenheiten eines anderen Landes
Beispiel:
eine finanzielle, wirtschaftliche, militärische, bewaffnete, ausländische Intervention
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

intervenieren · Intervention · Intervenient · Intervent
intervenieren Vb. ‘einschreiten, vermitteln’, im 17. Jh. entlehnt aus gleichbed. frz. intervenir, das seinerseits lat. intervenīre (interventum) ‘dazwischen-, dazukommen, hindernd oder vermittelnd eingreifen, für jmdn. eintreten’ folgt. Doch wird der Ausdruck der Diplomatensprache erst im 19. Jh. geläufig und nimmt vornehmlich die Bedeutung ‘sich in die Angelegenheiten eines anderen Staates einmischen’ an. Gleiches gilt für Intervention f. ‘Vermittlung, Einmischung’, frz. intervention, nach lat. interventio (Genitiv interventiōnis). Intervenient m. ‘wer (juristisch) vermittelt, sich einmischt’, nach lat. interveniēns (Genitiv intervenientis), Part. Präs. zu intervenīre, und Intervent m. ‘Staat, der sich in die inneren Angelegenheiten eines anderen einmischt’ (beide 19. Jh.). Intervent wird nach 1945 durch den Einfluß russ. Übersetzungsliteratur aktiviert; vgl. russ. intervént (интервент).

Thesaurus

Synonymgruppe
Eingreifen · ↗Eingriff · ↗Einmischung · Intervention
Unterbegriffe
  • Intervention von Shimonoseki · Triple-Intervention
Assoziationen
Jura
Synonymgruppe
Einwendung  ●  ↗Anfechtung  juristisch · ↗Berufung  juristisch · ↗Beschwerde  juristisch · ↗Einsprache  schweiz. · ↗Einspruch  österr., juristisch, bundesdeutsch · ↗Rekurs  juristisch, schweiz. · ↗Revision  juristisch · ↗Widerspruch  juristisch · ↗Appellation  fachspr., schweiz. · Intervention  fachspr.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Intervention‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Intervention‹.

Verwendungsbeispiele für ›Intervention‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch jetzt ist die Lage der Nacht in den Zeiten des inflationär werdenden Lichts noch prekärer, eine Intervention noch dringlicher geworden.
Die Zeit, 05.05.2004, Nr. 19
Wie kann denn nach einer militärischen Intervention die politische Lösung aussehen?
Der Tagesspiegel, 12.08.2003
In diese schwierigen Zeiten der Kirche fällt die französische Intervention.
o. A.: Die Kirche in der Gegenwart. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1971], S. 9639
Ich glaube auch, daß er es getan hat, aber ein Erfolg auf diese Intervention ist nicht gewesen.
o. A.: Einhundertsiebenundfünfzigster Tag. Dienstag, 18. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 5617
Er betont die Stärke der neutralen Mächte im Fall einer Intervention und verlangt dafür territoriale Integrität Frankreichs.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1927, S. 276
Zitationshilfe
„Intervention“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Intervention>, abgerufen am 18.01.2021.

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