Intimität, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Intimität · Nominativ Plural: Intimitäten
Aussprache
WorttrennungIn-ti-mi-tät (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
enge Vertrautheit, Vertraulichkeit
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
die Intimität zwischen Freunden, Liebenden
die Intimität eines Verhältnisses, der Beziehungen, Atmosphäre in diesem Kreise
ein Zustand, in dem die letzte seelische Intimität mangelte [BrodFrau59]
intime Atmosphäre, Behaglichkeit
Beispiel:
die Intimität dieses Zimmers
2.
plumpe Vertraulichkeiten
Grammatik: nur im Plural
Beispiele:
sich [Dativ] Intimitäten gegenüber jmdm. erlauben
bitte keine Intimitäten!
3.
persönliche vertrauliche Angelegenheiten
Grammatik: nur im Plural
Beispiele:
sich in jmds. Intimitäten einmischen
Intimitäten ausplaudern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

intim · Intimus · Intimität
intim Adj. ‘vertraut, eng verbunden, vertraulich, gemütlich’, Entlehnung (18. Jh.) aus dem Superlativ lat. intimus ‘der innerste, tiefste, vertrauteste’, zuerst intimer Freund, heute vielfach in der verhüllenden Fügung intime (‘sexuelle’) Beziehungen. Älter ist der Gebrauch der substantivierten lat. Form Intimus m. ‘vertrauter Freund’ in dt. Texten (um 1600). Intimität f. ‘Vertraulichkeit, sehr enges Verhältnis’ (19. Jh.), frz. intimité.

Thesaurus

Synonymgruppe
Innigkeit · Intimität · ↗Nähe · ↗Vertraulichkeit
Assoziationen
  • Genophobie · Sexualangst

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anonymität Codierung Diskretion Distanz Exklusivität Geborgenheit Innerlichkeit Intensität Monumentalität Preisgabe Privatheit Scham Sexualität Sinnlichkeit Spontaneität Tyrannei Unmittelbarkeit Verletzlichkeit Vertraulichkeit Vertrautheit Wechselspiel Zärtlichkeit ausplaudern eigentümlich erzwungen familiär häuslich inszeniert kammermusikalisch paaren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Intimität‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für ihn zeichnet sich das Medium durch eine hohe Intimität der Nutzung aus.
Der Tagesspiegel, 21.02.1999
Als Frau K. nach einem kurzzeitigen Verlassen des Zimmers gegen 1 Uhr zurückkehrte, fand sie die beiden andern nackt beim Austausch von Intimitäten vor.
Süddeutsche Zeitung, 23.09.1997
Als Komponist bemühte er sich um neuartige Intimität des Ausdrucks, bes. im Lied.
o. A.: A. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 391
Er kann mit seiner Rede nur seine Intimität vergeben, und die ist unschätzbar.
Hofmannsthal, Hugo von: Der Schwierige. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1917], S. 10527
Dem Grafen war die von dem Mädchen angedeutete Intimität, daß er und sie etwas gemeinsam bekommen würden, doch etwas zu viel.
Schäfer-Elmayer, Thomas: Der Elmayer. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1991], S. 4562
Zitationshilfe
„Intimität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Intimität>, abgerufen am 15.12.2019.

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