Ion, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Ions · Nominativ Plural: Ionen/Ione
Aussprache  [i'oːn]
Wortbildung  mit ›Ion‹ als Erstglied: ↗Ionenaustauscher · ↗Ionenfalle · ↗Ionenfleck · ↗Ionenlawine · ↗Ionenstrahl · ↗Ionenwanderung · ↗ionisieren
 ·  mit ›Ion‹ als Letztglied: ↗Anion · ↗Kation · ↗Lithiumion · ↗Wasserstoff-Ion · ↗Wasserstoffion
 ·  mit ›Ion‹ als Binnenglied: ↗Superionenleiter
Herkunft zu ióngriech (ἰόν) ‘Gehendes, Wanderndes’ < iénaigriech (ἰέναι) ‘gehen’
eWDG

Bedeutung

Physik, Chemie durch Abgabe oder zusätzliche Aufnahme von Elektronen elektrisch geladenes Atom oder Molekül
Beispiele:
positive, negative Ionen
Ionen erzeugen
unter dem Einfluss eines elektrischen Feldes geraten die Ionen in Bewegung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ion · ionisieren · Ionosphäre
Ion n. elektrisch geladenes Atom (oder Atomgruppe), Molekül (oder Molekülgruppe). 1834 wird von dem englischen Physiker Faraday griech. ión (ἰόν), das substantivierte Part. Präs. Neutr. zu griech. iénai (ἰέναι) ‘gehen’, im Sinne von ‘Gehendes, Wanderndes’ aufgenommen zur Bezeichnung des wandernden Teilchens, das sich bei der Elektrolyse zu den Elektroden hin bewegt. Der Ausdruck wird rasch (Mitte 19. Jh.) internationales Fachwort der Physik. ionisieren Vb. ‘elektrisch neutrale Atome in Ionen verwandeln’ (Anfang 20. Jh.), engl. to ionize (1898), frz. ioniser (1910). Ionosphäre f. Teil der Erdatmosphäre, in dem die Gase größtenteils durch Strahlung von außen ionisiert sind (20. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Ion‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ion‹.

Verwendungsbeispiele für ›Ion‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er beschreibt Verbindungen von Ionen, also von elektrisch geladenen Atomen.
Der Tagesspiegel, 14.09.2003
Prinzipiell gesehen ist der "freie Raum" für alle Ionen zugänglich.
Nultsch, Wilhelm: Allgemeine Botanik, Stuttgart: Thieme 1986 [1964], S. 232
Dabei werden die Atome der Luft elektrisch geladen, sie werden zu Ionen.
Die Zeit, 13.03.1952, Nr. 11
Vorbild setzte unabhängig von der getrennten Entwicklung auf den Ion.
o. A.: Lexikon der Kunst - G. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 15945
Dabei gehen Atome von geeigneten unedleren Trägermetallen in Lösung und dafür werden die edleren radioaktiven Ionen entladen.
Angewandte Chemie, Ausgabe A, Bd. 59, Nr. 1, 1947
Zitationshilfe
„Ion“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ion>, abgerufen am 10.04.2021.

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