Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Islamisierung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Islamisierung · Nominativ Plural: Islamisierungen · wird selten im Plural verwendet
Aussprache  [ɪslamiˈziːʀʊŋ]
Worttrennung Is-la-mi-sie-rung
Wortzerlegung islamisieren -ung
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

(zwangsweise) Durchsetzung der Regeln des Islam im privaten und öffentlichen Leben; (gewaltsame) Bekehrung zum Islam
Kollokationen:
in Koordination: Arabisierung und Islamisierung
mit Adjektivattribut: schleichende, fortschreitende, drohende Islamisierung
Beispiele:
Ich habe gehört, dass die gewaltsame Islamisierung der Zentralafrikanischen Republik von Katar, Saudi‑Arabien, dem Sudan und dem Tschad aus geplant wird. [Die Zeit, 16.01.2014]
Auch in den USA erleben wir derzeit eine Islamisierung der Schwarzen. [Die Welt, 10.12.2005]
[…] Trotzdem war in den vergangenen Jahrzehnten eine gemäßigte Islamisierung in Indonesien zu beobachten. [Die Zeit, 14.08.2003]
Die gemeinsame Sprache sollte Beleg dafür leisten, dass Pomaken und Bulgaren früher ein Volk ausmachten, das erst später durch die gewaltsamen Islamisierungen der Türken (nicht Osmanen) willkürlich in zwei Teile geteilt wurde. [Karagiannis, Evangelos. Flexibilität und Definitionsvielfalt pomakischer Marginalität. Wiesbaden: Otto Harrassowitz 2005, S. 125] ungewöhnl. Pl.

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Islamisierung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Islamisierung‹.

Zitationshilfe
„Islamisierung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Islamisierung>.

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