Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Jagdhund, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Jagdhund(e)s · Nominativ Plural: Jagdhunde
Aussprache 
Worttrennung Jagd-hund
Wortzerlegung Jagd Hund1
eWDG

Bedeutung

Hund, der für die Jagd abgerichtet ist
Beispiele:
der Jagdhund wittert, verfolgt das Wild
der Jagdhund apportierte die geschossene Wildente aus dem Schilf
Jägerspracheder Jagdhund gibt Hals
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

jagen · Jagd · Jagen · jagdbar · Jagdhund · Jäger · Jägerei · Jägerlatein
jagen Vb. ‘schnell verfolgen, hetzen, zu fangen oder zu erlegen suchen, eilen’, ahd. jagōn (8. Jh.), mhd. jagen ‘treiben, verfolgen, hastig eilen, in die Flucht schlagen, auf der Jagd sein’, mnd. jāgen, mnl. jāghen, nl. jagen. Die Herkunft des nur im Dt. und Nl. heimischen Verbs (anord. jaga ist aus dem Mnd. entlehnt) ist ungeklärt. Man zieht gewöhnlich (nur mit unsicherer Bedeutung überliefertes) aind. yahúḥ (etwa) ‘jung, jugendkräftig, Sohn’, yahvī́- f. (etwa) ‘jung, Tochter, letzte, eilende, fließende’ sowie awest. yazav- ‘jüngster, letzter’ heran; doch bleibt, da deren Ausgangsbedeutungen nicht zu ermitteln sind, ein daraus erschlossener Ansatz ie. *i̯agh- ‘nachjagen, begehren’ zweifelhaft. Jagd f. ‘Erlegung von Wild, Verfolgung, Jagdrevier’, ahd. jagōd (11. Jh.), mhd. jaget (Nebenform jacht, jeit) ist Abstraktbildung zum Verb. Jagen n. ‘Jagdrevier’ (18. Jh.). jagdbar Adj. ‘als Jagdbeute geeignet’ (17. Jh.), älter jagbar (bis 17. Jh.), mhd. jagebære. Jagdhund m. ‘für die Jagd abgerichteter und geeigneter Hund’, mhd. jagethund, vgl. ahd. jagahunt (9. Jh.), mhd. jagehunt. Jäger m. ‘wer auf Jagd geht’, ahd. jagāri (um 800), mhd. jegere, jeger; auch ‘leichtbewaffneter Soldat, Militärpolizist’ (18. Jh.). Jägerei f. mhd. jegerīe, jagerīe. Jägerlatein n. die dem Laien wegen ihrer speziellen Bezeichnungen unverständliche Fachsprache der Jäger, dann auch ‘Lügengeschichten über Jagdabenteuer, Prahlerei’ (19. Jh.).

Thesaurus

Biologie
Synonymgruppe
Jagdhund  ●  Jaghund  schweiz., veraltet · Schießhund  veraltet
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Jagdhund‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Jagdhund‹.

Verwendungsbeispiele für ›Jagdhund‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seine Nase schnüffelte wie die eines Jagdhundes, seine Augen brannten räuberisch. [Klabund: Bracke. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1918], S. 2325]
Er sprach mit uns in demselben Tone wie mit seinem Jagdhund. [Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870]
Da leuchtete es auf in seinen Augen und er horchte wie ein Jagdhund. [Die Zeit, 11.06.1953, Nr. 24]
Nahe dem Großen Wagen schimmern die unscheinbaren Sterne der Jagdhunde. [Süddeutsche Zeitung, 30.06.2003]
Man hat viel Zeit, auf einem der Fotos seinen Hund zu betrachten, einen großen grauen Jagdhund. [Der Tagesspiegel, 21.03.2003]
Zitationshilfe
„Jagdhund“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Jagdhund>.

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