Jazz, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Jazz · wird nur im Singular verwendet
Herkunftaus gleichbedeutend jazzamerik-engl
Wortbildung mit ›Jazz‹ als Erstglied: ↗Jazzband · ↗Jazzbubi · ↗Jazzclub · ↗Jazzfan · ↗Jazzfest · ↗Jazzfestival · ↗Jazzgymnastik · ↗Jazzkapelle · ↗Jazzklub · ↗Jazzmusik · ↗Jazzmusiker · ↗Jazzrock · ↗Jazztrompeter
 ·  mit ›Jazz‹ als Letztglied: ↗Dixieland-Jazz · ↗East-Coast-Jazz · ↗New-Orleans-Jazz · ↗Rockjazz · ↗Westcoastjazz
 ·  mit ›Jazz‹ als Grundform: ↗jazzen
DWDS-Vollartikel, 2018

Bedeutung

durch synkopenreiche Rhythmik und Improvisation gekennzeichnete Musikrichtung, die in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg in den USA vorwiegend von afroamerikanischen Musikern durch Verschmelzung von afroamerikanischen und europäisch-amerikanischen Elementen geschaffen wurde
Beispiele:
Für ungeübte Ohren klingen sie seltsam, die Melodien des Jazz, die Synkopen, der Rhythmus und die schrägen Harmonien. [Süddeutsche Zeitung, 11.11.1995]
Völlig zu Recht war im Jazz lange Zeit die Klarinette zusammen mit der hell glänzenden Trompete das beliebteste Blasinstrument, bevor das Saxofon die Spitzenposition streitig machte. [Spiegel, 12.03.2017 (online)]
Mit The Bad Plus gastiert eine der aufregendsten Bands des Jazz – mit Gastsaxofonist Joshua Redman – beim Jazzfestival Saalfelden. [Der Standard, 21.08.2011]
Jazz gab der afroamerikanischen Freiheitsbewegung Kraft, Jazz wurde zum Symbol und Sound komplexer großstädtischer Lebenswelten. [Der Tagesspiegel, 24.08.2003]
Jazz war mir zuwider, aber sie [diese Musik] war mir zehnmal lieber als alle akademische Musik von heute, sie traf mit ihrer frohen rohen Wildheit auch bei mir tief in die Triebwelt und atmete eine naive redliche Sinnlichkeit. [Hesse, Hermann: Der Steppenwolf, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1955 [1927], S. 42]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: afroamerikanischer, zeitgenössischer Jazz; improvisierter, swingender, modaler, kammermusikalischer, orchestraler, symphonischer Jazz; traditioneller, zeitgenössischer, moderner Jazz
als Akkusativobjekt: Jazz spielen, hören, singen
in Koordination: Jazz und Klassik, Blues, Soul, Rock, Hiphop, Folk, Gospel
als Genitivattribut: eine Spielart des Jazz; ein Musiker, Pianist, Posaunist, Trompeter, Bassist des Jazz; eine Legende, ein Altmeister, ein Superstar des Jazz; die Wiege, das Mutterland des Jazz
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Jazz · jazzen · Jazzer
Jazz m. Die Bezeichnung des aus Gesängen und Rhythmen der Farbigen in Nordamerika entstandenen improvisierenden Musikstils (um 1880) ist ungeklärter Herkunft. Man versucht, Jazz teils als Koseform von Charles, teils als kreol.-amerik. Aussprache von engl. to chase bzw. frz. chasser ‘jagen, hetzen’ im Hinblick auf die sich dynamisch steigernde musikalische Spannung zu erklären. Wort und Musik kommen während des ersten Weltkrieges nach Europa. Dazu mit dt. Verbalendung jazzen Vb. ‘Jazzmusik spielen’ und davon abgeleitetes Jazzer m. (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Jazz · ↗Jazzmusik
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Electro-Jazz · Electro-Lounge · Electronic Jazz · Jazz House · Jazz-Hop · Neo-Jazz · Nujazz · Phusion  ●  Nu Jazz  Hauptform
  • Club Jazz · Dancefloor Jazz  ●  Acid Jazz  Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blues Chanson Country Flamenco Folk Folklore Funk Gospel Gärtnerplatz Hip-Hop HipHop Improvisation Jazz Klassik Klezmer Lyrik Mischung Musik Punk Rap Reggae Rock Schlager Soul Swing Tango Techno Volksmusik Weltmusik zeitgenössisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Jazz‹.

Zitationshilfe
„Jazz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Jazz>, abgerufen am 26.04.2019.

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