Jeck, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Jecken · Nominativ Plural: Jecken
Aussprache  [jɛk]
Wortbildung  mit ›Jeck‹ als Letztglied: Karnevalsjeck
Herkunft rheinische Lautform von Geck

Bedeutungsübersicht+

  1. [D-Mittelwest ] ...
    1. a) Person, die sich am Karneval beteiligt
    2. b) [seltener] törichte, nicht ernst zu nehmende Person
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

D-Mittelwest
a)
Person, die sich am Karneval beteiligt
Synonym zu Karnevalist
Beispiele:
Angesichts der Corona‑Pandemie haben die Karnevalisten zum Start der neuen Saison am 11. 11. ihre Fähigkeit zur Selbstdisziplin unter Beweis gestellt. In Hochburgen wie Köln, Düsseldorf und Mainz war es am Mittwoch still – die Jecken beherzigten die Appelle und blieben zu Hause. [Allgemeine Zeitung, 12.11.2020]
Dazu [zum immateriellen Weltkulturerbe] zählt zum Beispiel der Tanz Tango aus Südamerika, aber auch: der Karneval im Rheinland! Seit [2014] […] ist der Karneval Teil der Unesco‑Liste – eine große Ehre für alle Jecken. [Der Dom steht unter besonderem Schutz, 05.02.2020, aufgerufen am 01.09.2020]
In Köln und Düsseldorf waren die Jecken trotz Nieselregen früh auf den Beinen, um sich gemeinsam in der Innenstadt auf die fünfte Jahreszeit einzustimmen. [Bild am Sonntag, 12.11.2017]
Dieses Jahr dürfte so mancher Jeck [aus Angst vor einem Terroranschlag] einen Bogen um Köln oder Düsseldorf machen. [Die Zeit, 28.01.2016 (online)]
Bald ist es wieder soweit: Die Jecken werden am Rande der Bonner Karnevalszüge stehen und nach Kamelle und Strüßjer rufen. [In Bonn soll’s »faire« Kamelle und Strüßjer regnen, 16.01.2014, aufgerufen am 01.09.2020]
Dicht gedrängt feierten […] die kostümierten Jecken bei »Bloodwoosch, Kölsch und em lecker Mädchen«. [Rhein-Zeitung, 23.01.2006]
b)
seltener törichte, nicht ernst zu nehmende Person
Synonym zu Spinner (2)
Beispiele:
Zur Wirtschaftspolitik, zur Bildung, zum Arbeitsmarkt oder zur Familienpolitik hat er [ein SPD-Politiker] […] viel zu sagen. Es ist meist originell, aber es findet sich selten in Parteiprogrammen oder Koalitionsverträgen. »Ich kenne mich da exzellent aus«, sagt er. »Aber wenn ich mich auch noch dazu äußere, denken meine Kollegen: Der Jeck is bekloppt.« Er äußert sich trotzdem. [Der Spiegel, 20.02.2006]
verächtlichDiese verfassungsbrechenden Gesetze wurden nicht unüberlegt geschrieben. Jedes einzelne dieser Gesetze belegt einen mindestens versuchten Verfassungsbruch. Deshalb muss das Volk eine Verfassung entwerfen, diskutieren und beschliessen, um diesen bekloppten Jecken im Bundestag unverrückbare Grenzen zu setzen, weil es nur dann »Souverän« im eigenen Land ist, wenn es das letzte Wort hat. [Und wenn die BRD ab morgen ein souveräner Staat wäre, was dann?, 22.11.2012, aufgerufen am 01.09.2020]

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Jeck m. ‘Karnevalsnarr’, s. Geck.

Thesaurus

Synonymgruppe
Jeck · Karnevalist · Karnevalsjeck  ●  Narr  männl. · Närrin  weibl. · Närrinnen und Narrhalesen (Anrede auf Karnevalssitzung)  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Jeck‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

KarnevalBeispielsätze anzeigen KölnerBeispielsätze anzeigen MottoBeispielsätze anzeigen NarrBeispielsätze anzeigen echtBeispielsätze anzeigen feiernBeispielsätze anzeigen kostümiertBeispielsätze anzeigen rheinischBeispielsätze anzeigen schunkelnBeispielsätze anzeigen schunkelndBeispielsätze anzeigen tanzenBeispielsätze anzeigen zeihenBeispielsätze anzeigen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Jeck‹.

Zitationshilfe
„Jeck“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Jeck>, abgerufen am 27.11.2021.

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