Job, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Jobs · Nominativ Plural: Jobs
Aussprache
HerkunftEnglisch
Wortbildung mit ›Job‹ als Erstglied: ↗Job-Nomade · ↗Jobcenter · ↗Jobkiller · ↗Jobnomade · ↗Jobrotation · ↗Jobsuche · ↗Jobsuchende · ↗Jobticket · ↗Jobwechsel
 ·  mit ›Job‹ als Letztglied: ↗1-Euro-Job · ↗Aushilfsjob · ↗Bürojob · ↗Drittjob · ↗Ein-Euro-Job · ↗Ferienjob · ↗Führungsjob · ↗Gelegenheitsjob · ↗Halbtagsjob · ↗Minijob · ↗Nebenjob · ↗Studentenjob · ↗Teilzeitjob · ↗Trainerjob · ↗Traumjob · ↗Vollzeitjob · ↗Zweitjob
 ·  mit ›Job‹ als Grundform: ↗jobben
eWDG, 1969

Bedeutung

salopp (vorübergehende) Erwerbstätigkeit, die bei geringstem Arbeitsaufwand einen größtmöglichen finanziellen Nutzen bringt
Beispiele:
einen Job bekommen, vergeben, suchen
einen guten Job (für jmdn.) haben
jmdm. einen einträglichen Job verschaffen
in einen neuen Job überwechseln
Seinen Job als Pförtner ... habe er verloren [M. WalserEhen109]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Job · Jobber
Job m. ‘(kurzfristige) Beschäftigung, Gelegenheitsarbeit zum Geldverdienen’. Nach 1945 wird gleichbed. engl. bzw. amerik.-engl. job im Dt. üblich. Das Wort ist unklarer Herkunft. Voraufgehendes mengl. jobb ‘Stück, Teil von etw.’ ist möglicherweise verwandt (bei aussprachebedingtem Anlautwechsel) mit mengl. gobbet ‘Mundvoll, Bissen, Stück (Nahrung)’, das auf afrz. gobet ‘ein Stück Nahrung, Bissen’, zu mfrz. frz. gober ‘(große Bissen) hinunterschlingen’, zurückgeht und letztlich vielleicht kelt. Ursprungs ist; vgl. ir. gäl. gob, air. gop ‘Schnabel’ (s. ↗kabbeln). Die Bedeutung ‘Stück, Teil’ wird seit dem 16. Jh. auf den Bereich der Erwerbstätigkeit eingeschränkt; im 17. und 18. Jh. bezeichnet engl. job, zumal bei ländlichen Bevölkerungsschichten, die ‘Gelegenheitsarbeit’ im Unterschied zur Dauerstellung und erscheint auch für ‘Stück-, Akkordarbeit’. Zu Beginn des 19. Jhs. dringt job in die Sprache der Arbeiterschaft ein, da die Industrialisierung teils Arbeitslosigkeit, teils Kurz- und Gelegenheitsarbeit mit sich bringt. Daneben gilt im 17. bis 19. Jh. auch die Bedeutung ‘Profitgeschäft, betrügerische Machenschaft’. Erst im 20. Jh. gewinnt job, vor allem im Amerik.-Engl., seinen oben genannten Sinn. Vgl. Meurers in: Europ. Schlüsselwörter 2 (1964) 317 ff. In neuester Zeit entwickelt sich Job zu einem häufig gebrauchten Modewort, verallgemeinert dabei seine Bedeutung und bezeichnet nunmehr ‘jede Art von Tätigkeit, Auftrag, Aufgabe’ (21. Jh.). Jobber m. ‘Börsenspekulant’, Übernahme (18. Jh.) von engl. jobber (nach to job ‘mit Aktien handeln’).

Thesaurus

Synonymgruppe
Amt · ↗Anstellung · ↗Arbeit · ↗Arbeitsplatz · ↗Arbeitsstelle · ↗Arbeitsverhältnis · ↗Beschäftigungsverhältnis · Job · ↗Position · ↗Posten · ↗Stelle · ↗Stellung  ●  (die) Stätte seines Wirkens  geh.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Anstellung · ↗Arbeit · ↗Beruf · ↗Beschäftigung · ↗Gewerbe · Job · ↗Profession · ↗Tätigkeit  ●  ↗Maloche  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Job · ↗Stelle · ↗Stellenangebot · ↗Stellenanzeige · ↗Stellenausschreibung · ↗Vakanz
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

abbauen annehmen antreten aufgeben bangen behalten bekommen bewerben bezahlt entstehen erledigen fest finden fürchten hart kosten kündigen lukrativ neu regulär schaffen sicher streichen suchen toll undankbar verlieren vermitteln wegfallen übernehmen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Job‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gleich mehrere Jobs hat sie in den vergangenen Jahren gehabt.
Die Zeit, 24.10.2013, Nr. 43
Andererseits ist es ein harter Job, mit jemandem wie mir verheiratet zu sein.
Der Spiegel, 23.04.2001
Tina sagte, es sei besser, einen Job bei einem Verlag oder so anzunehmen, aber das wollte ich nicht.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 229
Ich bin nicht mal in der Lage, an einen Job zu denken.
konkret, 1983
Er hatte noch zwei Jobs in Restaurants, bei einem Job prügelte ihn der Chef raus.
konkret, 1982
Zitationshilfe
„Job“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Job>, abgerufen am 07.12.2019.

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