Jochbein, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungJoch-bein (computergeneriert)
WortzerlegungJochBein
eWDG, 1969

Bedeutung

Medizin dreiseitiger, glatter, kräftiger Knochen der Wange, der den Oberkiefer mit dem Schädel verbindet
Beispiel:
ein wenig, stark vorstehendes Jochbein
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Joch · unterjochen · Jochbein
Joch n. ‘Teil des Geschirrs für Rinder, das über Stirn oder Nacken liegt, ein Gespann Ochsen, schwere Last’, ahd. joh (8. Jh.), mhd. joch, asächs. juk, mnd. juk, jok, mnl. joc, nl. juk, aengl. geoc, engl. yoke, anord. schwed. ok, got. juk, germ. *juka- entspricht genau aind. yugám ‘Joch, Gespann, Geschlecht, Generation’, lat. iugum, griech. zygón (ζυγόν) ‘Joch, Gespann, Morgen Land, Querbalken, Ruderbank’, aslaw. igo, russ. ígo (иго) ‘Joch’. Sie führen auf ie. *i̯ugom ‘Joch’, eigentlich ein Nomen agentis (‘das Verbindende’) zur g-Erweiterung der Wurzel ie. *i̯eu- ‘verbinden, anschirren’, zu der auch (mit Nasalinfix) lat. iungere ‘verbinden, vereinigen’ (s. ↗Junktim) sowie aind. yṓga- ‘Anschirrung, Unternehmung’ (s. ↗Joga) gehören. Joch wird bereits früh (z. B. in den oben genannten ie. Sprachen) übertragen auf die Tiere, die unter ihm gehen (‘Gespann’), auf die Ackerfläche, die sie an einem Tag pflügen, auf ein ‘Querholz’, einen ‘Querbalken’ (vgl. Brückenjoch), auf den ‘Gebirgskamm, Paß’ zwischen zwei Gipfeln (vgl. Bergjoch) und besonders auf die durch Pflichten oder Unterwerfung auferlegte ‘Bürde, Last’, also auch auf jede Art von ‘Unterdrückung, Fremdherrschaft’. unterjochen Vb. ‘unterdrücken’ (16. Jh.), zu Joch im Sinne von ‘Zwang, Unterdrückung’. Jochbein n. paariger Gesichtsknochen bei Menschen und Säugetieren, der Oberkiefer und Stirn verbindet (18. Jh.).

Thesaurus

Anatomie
Synonymgruppe
Backenknochen · Jochbein · Jugale · ↗Wangenbein
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Augenbogen Augenhöhle Bruch Cut Fraktur Hinterkopf Kiefer Nase Nasenbein Prellung Risswunde Schlag Schwellung Verletzung brechen erleiden gebrechen gebrochen link operieren recht zertrümmern zertrümmert

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Jochbein‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Schon im ersten Drittel riss ihm der Puck eine klaffende Wunde am Jochbein.
Süddeutsche Zeitung, 07.02.2002
Ein Holzpfosten schlägt ihm den Helm vom Kopf und bricht ihm das Jochbein.
Die Zeit, 02.07.2003, Nr. 27
Er zog sich Brüche am Jochbein und am rechten Augebrauenknochen zu.
Die Welt, 14.08.2000
Sie musterte seine aufgeschlagene Augenbraue und die leicht violette Verfärbung um das linke Jochbein.
Rode, Axel: Das Erbe der Guldenburgs, Bergisch-Gladbach: Lübbe 1986, S. 119
Sein Gesicht gleicht dem des Lilienprinzen aus dem Palast von Knossos, königlich, mit weiblich-sanften Zügen um das Jochbein.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 238
Zitationshilfe
„Jochbein“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Jochbein>, abgerufen am 21.04.2019.

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