Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Jod, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Jod(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Jod‹ als Erstglied: Jodbad · Joddampf · Jodkalium · Jodmangel · Jodnatrium · Jodpräparat · Jodquelle · Jodsalz · Jodsäure · Jodtinktur · Jodwasserstoff · Jodzahl · iodieren · jodhaltig · jodieren
 ·  mit ›Jod‹ als Binnenglied: Radiojodtherapie
Herkunft aus gleichbedeutend iodefrz < íongriech (ἴον) ‘Veilchen’
eWDG

Bedeutung

Chemie nichtmetallisches, in Wasser sehr wenig lösliches Element, das in Meerespflanzen und im Chilesalpeter vorkommt, bei Erhitzung violette Dämpfe entwickelt und bei der chemischen Analyse und zur Wunddesinfektion verwendet wird
Beispiel:
eine Bisswunde mit Jod desinfizieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Jod n. Das nichtmetallische, in Wasser wenig lösliche, zur Desinfektion von Wunden verwendete Element nennt der französische Chemiker und Physiker Gay-Lussac auf Grund der blauvioletten Dämpfe, die es beim Erhitzen entwickelt, frz. iode (1812) in Anlehnung an griech. ioeidḗs (ἰοειδής) ‘veilchenfarbig, tiefblau’ (eigentlich ‘das Aussehen eines Veilchens habend’), zu griech. íon (ἴον) ‘Veilchen’. In der Form Jod wird der Name bald darauf im Dt. gebräuchlich.

Thesaurus

Chemie
Synonymgruppe
Iod · Jod
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Jod‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Jod‹.

Verwendungsbeispiele für ›Jod‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Schließlich enthält er Jod, dessen Mangel das kindliche Wachstum und die geistige Entwicklung hemmen kann. [Die Zeit, 31.05.2010, Nr. 22]
Das ursprünglich mengenmäßig überwiegende radioaktive Jod ist heute praktisch nicht mehr existent. [Süddeutsche Zeitung, 25.04.1998]
Außerdem nehme das Risiko durch die Aufnahme von radioaktivem Jod mit dem Alter ab. [Die Welt, 11.10.2005]
Ähnlich verhält es sich mit dem angeblich so gesunden Jod. [Die Welt, 08.12.2004]
Nach dem Ansäuern wird das überschüssig angewendete Jod wieder frei und kann in üblicher Weise bestimmt werden. [Scheiber, Johannes: Chemie und Technologie der künstlichen Harze, Stuttgart: Wissenschaftl. Verl.-Ges. 1943, S. 461]
Zitationshilfe
„Jod“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Jod>.

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