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Jod, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Jod(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Jod‹ als Erstglied: ↗Joddampf · ↗Jodkalium · ↗Jodnatrium · ↗Jodpräparat · ↗Jodsalz · ↗Jodsäure · ↗Jodtinktur · ↗Jodwasserstoff · ↗iodieren · ↗jodhaltig · ↗jodieren
eWDG, 1969

Bedeutung

Chemie nichtmetallisches, in Wasser sehr wenig lösliches Element, das in Meerespflanzen und im Chilesalpeter vorkommt, bei Erhitzung violette Dämpfe entwickelt und bei der chemischen Analyse und zur Wunddesinfektion verwendet wird
Beispiel:
eine Bisswunde mit Jod desinfizieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Jod n. Das nichtmetallische, in Wasser wenig lösliche, zur Desinfektion von Wunden verwendete Element nennt der französische Chemiker und Physiker Gay-Lussac auf Grund der blauvioletten Dämpfe, die es beim Erhitzen entwickelt, frz. iode (1812) in Anlehnung an griech. ioeidḗs (ἰοειδής) ‘veilchenfarbig, tiefblau’ (eigentlich ‘das Aussehen eines Veilchens habend’), zu griech. íon (ἴον) ‘Veilchen’. In der Form Jod wird der Name bald darauf im Dt. gebräuchlich.

Thesaurus

Chemie
Synonymgruppe
Iod · Jod
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Iod-Iodkalium · Iod-Kaliumiodid-Lösung · Lugolsche Lösung

Typische Verbindungen
computergeneriert

Becquerel Brom Calcium Chlor Cäsium Eisen Fluor Fluorid Folsäure Halbwertszeit Isotop Kalium Kalzium Kobalt Kochsalz Krypton Magnesium Mangan Natrium Phosphor Schilddrüse Schwefel Selen Spurenelement Strontium Tritium Vitamin Zink dosiert radioaktiv

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Jod‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Schließlich enthält er Jod, dessen Mangel das kindliche Wachstum und die geistige Entwicklung hemmen kann.
Die Zeit, 31.05.2010, Nr. 22
Das ursprünglich mengenmäßig überwiegende radioaktive Jod ist heute praktisch nicht mehr existent.
Süddeutsche Zeitung, 25.04.1998
Nach dem Ansäuern wird das überschüssig angewendete Jod wieder frei und kann in üblicher Weise bestimmt werden.
Scheiber, Johannes: Chemie und Technologie der künstlichen Harze, Stuttgart: Wissenschaftl. Verl.-Ges. 1943, S. 461
Am chemischen Aufbau des Schilddrüsenhormons ist das Element Jod beteiligt.
Frisch, Karl von: Du und das Leben, Berlin: Verlag d. Druckhauses Tempelhof 1947 [1947], S. 153
Sie erkennt und speichert Jod nur nach seiner chemischen Qualität, weshalb die allein physikalisch verschiedenen Isotope allesamt aufgenommen werden, auch das radioaktive Jod 131.
o. A. [cs]: Jod 131. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1986]
Zitationshilfe
„Jod“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Jod>, abgerufen am 19.09.2019.

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