Johannistrieb, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Aussprache 
Worttrennung Jo-han-nis-trieb
Wortzerlegung  Johannis Trieb
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Botanik
a)
unter bestimmten Bedingungen vorkommendes zweites Austreiben von Bäumen im Juni, Juli, bei dem die eigentlich erst für das folgende Frühjahr angelegten Knospen schon vorzeitig austreiben
b)
Trieb eines Baumes, der im Sommer gewachsen ist
2.
scherzhaft gesteigertes Bedürfnis nach sexuellen Beziehungen bei Männern in vorgerücktem Alter

Verwendungsbeispiele für ›Johannistrieb‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ehre jenen, die noch an einen Johannistrieb glauben und ihre Kraft dafür einsetzen!
Witkowski, Georg: Von Menschen und Büchern, Erinnerungen 1863-1933. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 5029
Wenn im Hochsommer die Bäume noch einmal kräftig ausschlagen, spricht der Volksmund vom "Johannistrieb".
Der Spiegel, 06.10.1980
Doch während die Bäume mit dem Johannistrieb erneut austreiben und das Freßgelage unbeschadet überstehen, richten die Larven der Käfer gravierende Schäden an.
Die Zeit, 06.05.1994, Nr. 19
Braun frönt nächtens seiner Eßlust, der tote Pater Pankraz (Herbert Fux) hatte seinen "Johannistrieb" offenbar nicht im Griff.
Die Welt, 31.03.2005
Es ist die Zeit, in der ältere Herren sehr sentimental werden - es ist nicht der Johannistrieb, es ist etwas andres.
Tucholsky, Kurt: Die fünfte Jahreszeit. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1929]
Zitationshilfe
„Johannistrieb“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Johannistrieb>, abgerufen am 07.12.2021.

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