Judas, der
GrammatikEigenname (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungJu-das (computergeneriert)
HerkunftHebräisch
Wortbildung mit ›Judas‹ als Erstglied: ↗Judasdienst · ↗Judaskuss · ↗Judaslohn
eWDG, 1969

Bedeutung

der verräterische Jünger Jesu
abwertend, übertragen heuchlerischer, gekaufter Verräter
Beispiel:
er ist ein Judas

Thesaurus

Synonymgruppe
Anschwärzer · ↗Denunziant · Judas · ↗Verleumder · ↗Zuträger  ●  ↗Verräter  Hauptform · ↗Petze  ugs. · ↗Petzer  ugs.
Oberbegriffe
  • unangenehme Person  ●  ↗Unsympath  männl. · Unsympathin  weibl.
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abendmahl Darsteller Darstellung Feigling Figur Kuß Saboteur Silberlinge Verrat Verräter Verteidigungsrede armen beschimpft verraten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Judas‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So sieht sie antisemitische Inhalte bei der Darstellung des Judas.
Die Welt, 18.03.2004
Ich denke, wir haben viel wieder gut zu machen an Judas.
Die Zeit, 28.03.1975, Nr. 14
Nach seinem Tode (166) übernahm sein drittältester Sohn Judas die Führung.
Grobel, K.: Judentum. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 19805
Er scheint an einen Untergang Judas überhaupt nicht geglaubt zu haben.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. III, Tübingen: Mohr 1921 [1920-1921], S. 337
Auch im Judas Makkabäus liegt das Schwergewicht auf dem Schicksal des Volkes, also auf den Chören.
Müller-Blattau, Joseph u. Schmieder, Wolfgang: Händel. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1956], S. 36492
Zitationshilfe
„Judas“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Judas>, abgerufen am 11.12.2017.

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