Judaskuss, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungJu-das-kuss
WortzerlegungJudasKuss
Ungültige SchreibungJudaskuß
Rechtschreibregeln§ 2
eWDG, 1969 und DWDS, 2017

Bedeutung

abwertend in verräterischer Absicht gegebener Kuss
Beispiel:
Die Berührung der Lippen kann auch heimtückische Beweggründe haben: der Judaskuss als Sinnbild für den Verrat. [Die Welt, 13.02.2016, Nr. 37]Quelle: DWDS, 2017

Den originalen WDG-Artikel können Sie hier anschauen.

Verwendungsbeispiele für ›Judaskuss‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die entscheidende Frage lautet, ob damit auch jenes Biotop verschwindet, in dem der Judaskuß einzig gedeiht oder sich jedenfalls am besten halten kann.
Süddeutsche Zeitung, 22.02.1995
Aus Sorge um seine Mutter schreckt der Junge vor dieser Art Judaskuss zurück und wird dafür brutal verprügelt.
Süddeutsche Zeitung, 26.06.2003
Wenn kein Schnee lag, sah man vom Weg aus das Abendmahl, den Judaskuß, Pontius Pilatus, Golgatha.
Fichte, Hubert: Das Waisenhaus, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1988 [1965], S. 125
Die »Meßandacht zu Ehren des Leidens und Sterbens Christi« deutete das Stufengebet auf den Ölgarten, den Altarkuß auf den Judaskuß usw.
o. A.: Die Kirche in der Gegenwart. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1971], S. 17220
Typologisch wurde der Brudermord auch auf den Judaskuß (Judas Ischarioth) und die Geißelung Christi bezogen.
o. A.: Lexikon der Kunst - K. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 19089
Zitationshilfe
„Judaskuss“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Judaskuss>, abgerufen am 26.02.2020.

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